Oase der Ruhe zum Abschluss

Taglilien, Deko, Kunst: Rund 90 Radler besuchen mit Gästeführern vier Privatgärten

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Die vier in Augenschein genommenen Refugien boten etliche Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens.

Kirchseelte/Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. In detailreiche Deko verwandelte Alltagsgegenstände, Blütenmeere, eine Oase der Ruhe, Kunst im Grünen – die „In Nachbars Garten“-Tour 2018 der Gästeführer mit Grillen hinterm Kirchseelter Dorfgemeinschaftshaus bescherte drei Gruppen mit jeweils fast 30 Radlern Sinnesfreuden in vier Privatgärten.

Fünf Gästeführer legten am Sonntag mit den Gartenfreunden fast 24 Kilometer per pedales bei herrlichem Wetter zurück: Heinfried Sander und Martina Möhlmann nahmen sich einer Gruppe an, Uli Sasse und Angela Willms einer weiteren. Anke Rüdebusch, der Fünften im Bunde, stand bei ihrer Führung ihr Mann Heinz unterstützend zur Seite.

An der ersten Station der Pedalritter, im Garten von Susanne und Harald Hadeler in Kirchseelte, ernteten vor allem Deko-Kugeln reichlich Aufmerksamkeit – aus Kümmerling-Flaschen! „Die sind zusammengeklebt. 960 Stück brauchten die Hadelers für eine Glaskugel. Wer die Fläschchen alle ausgetrunken hat, haben sie uns nicht verraten“, berichtet Anke Rüdebusch schmunzelnd. Neben sehr viel detailreicher Deko, darunter sogar ein bepflanzter Wasserkessel, zogen eine mauerartige Beetabgrenzung aus alten – gestapelten – Dachpfannen und ein kleines Gewächshaus Blicke auf sich. „Zum Anschauen war das herrlich. Auch die schöne überdachte Terrasse fügte sich harmonisch ins Bild ein“, urteilt Rüdebusch.

Der Slogan „In Nachbars Garten“ passte diesmal besonders gut, denn gegenüber dem Anwesen der Hadelers befindet sich das Refugium von Karin Möller, die als zweite Gastgeberin die zahlreichen Radler erwartete. Die Bäume und Büsche im vorderen Bereich ließen nicht erahnen, was dahinter liegt. Über einen kleinen verschlungenen Weg erreichten die Gartenfreunde die parkähnliche grüne Oase mit angrenzendem Wäldchen. „Das Haus ist einst in eine alte Kiesgrube gebaut worden“, erwähnt Anke Rüdebusch. Die dadurch bedingten Höhenunterschiede seien noch heute augenfällig. „Hinterzu“ sei „der Keller ebenerdig“. Die drei Gruppen erfreuten sich an einer prächtigen Aussicht, auch an Rosen und Obstbäumen. An der vorhandenen Futtertraufe bediene sich sehr gern Rehwild, ließ Karin Möller wissen. Rüdebusch gesteht: „Dieser Garten mit seiner heimeligen Atmosphäre hat mich unheimlich fasziniert.“ Und die Gastgeberin habe einfach eine „total liebe Art“ – übrigens auch im Umgang mit ihren Pflanzen.

Ausflugsziel Nummer drei, der Garten von Helga und Bernd Krautwald, liegt am äußersten Zipfel der Samtgemeinde, im Bereich Siek. Ungezählte Taglilien erfreuten dort das Auge. „Ein Teil davon blühte bereits. Die Hauptblütezeit kommt allerdings erst noch“, weiß Rüdebusch. „In zwei Hochbeeten gedeiht Gemüse. Das ist praktisch, denn so kommen die Schnecken da nicht so schnell ran. In einem kleinen Gewächshaus ziehen und vermehren die Krautwalds ihre Pflanzen selbst. Außerdem gibt es viele blühende Stauden. Ein paar hohe Bäume stehen ebenfalls auf dem Grundstück“, schildert Rüdebusch einige Eindrücke.

Schließlich ging’s zurück nach Harpstedt, wo die Tour begonnen hatte. An der Grüne Straße, bei Künstlerin Ute Bescht, stand eine Kaffeepause auf dem Programm. „Dieses zum Burggraben hingewandte Grundstück mit einmaligem Ausblick und Sitzplätzen als Rückzugsoase hat viel Ruhe ausgestrahlt“, sagt Rüdebusch. „Die Leute haben diese Ruhe nach dem vielen Input der vorangegangenen Stationen ausgesprochen gern angenommen.“ Den recht schlichten Garten belebte Ute Bescht für ihre Gäste mit Bildern. Die Besucher bekamen zudem Einblicke in ihr Wohn- und Arbeitsfeld. Anke Rüdebusch: „Die Leute waren von den Socken! Es war ein echtes Erlebnis, in solch ein altes, charmantes Harpstedter Haus zu kommen, das Geschichte atmet.“

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