Nienaber kann Flächen verkaufen

Insolvenz: Verwalter ist optimistisch

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Die Harpstedter Windmühle. Archivfoto: bor

Harpstedt - Von Ove Bornholt. „Ich gehe davon aus, dass das Verfahren aufgehoben werden kann. Derzeit laufen die Bestrebungen, dass wir ausreichend Masse zusammenbekommen, um die Forderungen erfüllen zu können“, sagte Dr. Bernd Sundermeier, Insolvenzverwalter für die Firma und das Vermögen von Helmut Nienaber in Harpstedt, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Nienaber ist im Besitz eines Ladens für Mühl- und Gartenbedarf sowie der Harpstedter Windmühle.

Bei der Masse, die Sundermeier anspricht, geht es um Landverkäufe, mit deren Erlös Nienaber die Gläubiger befriedigen könnte. Eine endgültige Entscheidung über das Ende des Insolvenzverfahrens fällt aber erst am 23. Oktober während der nicht öffentlichen Gläubigerversammlung beim Amtsgericht in Delmenhorst, welches das für Harpstedt zuständige Insolvenzgericht ist. Das gilt auch, wenn das Land schon deutlich früher verkauft würde und damit theoretisch genug Mittel zur Verfügung stünden.

Sollten die Gläubiger befriedigt werden können, wäre die Windmühle wieder im Vollbesitz Nienabers, erklärte der Insolvenzverwalter aus Varel weiter. Auch Nienaber selbst äußerte sich auf Nachfrage optimistisch, dass die Insolvenz bald abgewendet sei.

Das mit Mitteln des Flecken und der EU, jeweils etwa 300000 Euro, vor einigen Jahren sanierte Bauwerk sei eines der Wahrzeichen Harpstedts, sagte Fleckendirektor Ingo Fichter, am 20. August, als unsere Zeitung zum ersten Mal über die damals noch vorläufige Insolvenz berichtete. Mit der Abwendung der Zahlungsunfähigkeit von Nienaber wären Spekulationen über eine Versteigerung oder gar einen Abriss des 1870 errichteten Gebäudes vom Tisch.

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