Neugierige Blicke sind am 4. November völlig legitim

Dünsen: Zweigruppige Krippe „Inselhüpfer“ stellt sich der breiten Öffentlichkeit vor

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Spinat mögen Kinder nicht? Von wegen! Den „Inselhüpfern“ mundet das Blattgemüse mit Rührei und Stampfkartoffeln. 

Dünsen - Von Jürgen Bohlken. Für Dünsener gab es jüngst einen zusätzlichen Grund, wählen zu gehen: Das in der neuen Krippe eingerichtete Wahllokal schien eine gute Gelegenheit zu bieten, mal zu schauen, was aus der ehemaligen Grundschule geworden ist. Verschlossene Türen verhinderten aber tiefere Einblicke. Am Sonnabend, 4. November, dürfen Interessierte ihre Neugierde ganz legitim stillen. Dann stellt sich die zweigruppige Krippe „Inselhüpfer“ von 14 bis 17 Uhr vor. Diesem Tag der offenen Tür geht ab 13 Uhr die offizielle Einweihung für geladene Gäste voraus.

Schon das Betreten der ehemaligen Pausenhalle, jetzt nur noch „Flur“ genannt, bestätigt, was Ulrike Schoppe, Leiterin der Kita Dünsen, so formuliert: „Wenn wir hier von etwas genug haben, dann ist es Platz!“

Der Bewegungsraum könnte glatt als kleine Turnhalle durchgehen. Alles andere als drangvolle Enge herrscht in den Gruppenräumen der „Seepferdchen“ und der „Seesterne“, wo sich jeweils ein Podest mit Spielhaus und Tunnel der Firma „Gepetto“ aus Bremen als Blickfang entpuppt.

Weiße robuste Tapeten, sandfarbener Fußboden aus strapazierfähigem Linoleum – kunterbunt kommt die Krippe nicht gerade daher. Aus gutem Grund: Auf die unter dreijährigen Kleinkinder prasseln ohnehin viele neue Eindrücke ein; knallige Farben würden eine Reizüberflutung begünstigen.

Alles wirkt sehr wohnlich; die gemeinsame Mittagsrunde im „Flur“ mutet fast familiär an. In den Ruheräumen reiht sich Bettchen an Bettchen – überwiegend ohne, teils aber auch mit „Gitterstäben“. Der Spielplatz ist angelegt. Er soll mit drei Schaukeln, einer Rutsche und einem Spielhaus bestückt werden. Die Geräte, obgleich längst bestellt, lassen wegen langer Lieferfristen auf sich warten. „Vielleicht klappt’s ja noch bis zum Tag der offenen Tür“, hofft Ulrike Schoppe.

Mit zweitägiger „Verspätung“ fast Punktlandung hingelegt

Mit der Inbetriebnahme der Krippe am 7. August hatte die Samtgemeinde Harpstedt fast eine Punktlandung hingelegt. Die zweitägige „Verspätung“ kann getrost vernachlässigt werden. Die betreuten Kinder kommen aus den Gemeinden Dünsen, Groß Ippener, Kirchseelte und Harpstedt. Auch eine Familie aus Wildeshausen hatte Interesse an einem Platz bekundet, konnte ihr Kind dann aber doch in ihrer Heimatstadt unterbringen.

Da die aktuell 15 „Inselhüpfer“ in der Überzahl sehr jung sind, darf die Stärke pro Gruppe zwölf Mädchen und Jungen nicht überschreiten. „Diese Obergrenze werden wir wohl im Sommer 2018 erreichen“, prognostiziert Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse. Bis dahin wird sich der Altersschnitt erhöht haben, sodass die maximal zulässige Gruppenstärke nach Einschätzung des Verwaltungschefs im nächsten Kindergartenjahr auf 15 Plätze anwachsen dürfte. Das brächte dann etwas „Puffer“.

„Voll“ wird es aber erst einmal ohnehin nicht in den beiden Gruppenräumen. Die bis März 2018 einkalkulierten Neuzugänge bereits berücksichtigt, könnten momentan noch fünf Plätze vergeben werden. Der Gesamtkostenrahmen wird – bei erheblicher Bezuschussung durch das Land und den Landkreis – eingehalten. 550 000 Euro waren für den Umbau der Grundschule Dünsen, 142 000 Euro für die nachträglich beschlossene Neueindeckung eines großen Teils des Gebäudekomplexes (inklusive neuer Zwischendecken und neuer Isolierung) und 30 000 Euro (im Samtgemeindehaushalt 2017) für die Einrichtung der Krippe eingeplant worden. Macht summa summarum 722 000 Euro. Auf die Finanzierung kommt Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse während der Einweihungsfeier zurück.

Bei der Ausstattung durfte die „Belegschaft“ der Krippe übrigens ein Wörtchen mitreden. „Das ist ein bisschen wie in einem normalen Haushalt. Da gibt es auch unzählige kleine Dinge, die benötigt werden“, weiß Kita-Leiterin Ulrike Schoppe. Nicht alle Betreuungskräfte hätten schon eine Kleinstkind-Zusatzausbildung absolviert, erläutet sie; zwei seien gerade dabei, und zwei weitere „wollen sie noch machen“.

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