54 Rekruten stehen beim probeweisen Präsentieren des Gewehrs „wie ein Zaun“

Neuer Rekord: 512 Ausmarschierer am „Pfingstdienstag“

Gleich hinter den Offizieren marschierte das II. Rott mit Korporal Andreas Wehrenberg (rechts) aus. Vom Bataillonsappell ging’s zum bisherigen Bürgerschützenkönig Eike Harnisch.

Harpstedt - 512 auf dem Marktplatz angetretene Bürgerschützen meldete Adjutant Hartmut Bahrs am „Pfingstdienstag“ zu Beginn des Bataillonsappells im Rahmen des Harpstedter Schiebenscheetens Oberst Rolf Ranke. Der erwiderte: „Ich bin stolz auf euch.“

Wenn blumengeschmückte Holzgewehre das Bild auf den Straßen des Fleckens Harpstedt prägen, hat der „Pfingstdienstag“ begonnen. Die Zahl der Ausmarschierer erreichte diesmal mit 512 ein neues Rekordniveau.

Die Zahl der Rekruten gab Bahrs zunächst mit 54 an. Als er dann aber die lange Reihe derer erblickte, die zum Probeexerzieren antraten, meinte er: „Ich glaube, es sind doch mehr.“ Der Oberst ließ wissen, dass er gern jeden Bürgerschützen persönlich begrüßen würde, verzichtete dann aber natürlich darauf, denn: „Das würde den Rahmen für eine kurze Ansprache, wie der Bürgermeister und ich sie auf unsere Fahne geschrieben haben, sprengen.“

Der Marktplatz ändere jedes Jahr ein wenig sein Gesicht, fiel Ranke auf. „So mussten aus Sicherheitsgründen einige Linden gefällt werden, aber dafür sind ja schon wieder neue Bäume gepflanzt worden.“ Was sich nicht ändere, sei, dass „wir us ole Harpster Schiebenscheeten feiern können“ – und das seit nunmehr 68 Jahren sogar ohne Unterbrechung. Rolf Ranke warb dafür, nicht nach dem Motto „Schießen lernen, Freunde treffen“ zu verfahren, sondern mit im Festum-zug zum König und weiter zum Festplatz (Koems-Gelände) zu marschieren, um dann hinterher an den Theken „alte Freunde und neue Bekannte zu begrüßen“. Angetan zeigte sich der Oberst davon, wie gut die Rekruten vor ihm das Gewehr präsentierten. „Wunderbar! Das sah ja aus wie ein Zaun“, staunte er schmunzelnd.

Korporal Friedrich Jarren (rechts) mit seinem – dem III. – Rott. - Fotos: Bohlken

Bürgermeister Werner Richter erwähnte, der Fleckenrat beschließe jährlich, ob das Schiebenscheeten gefeiert werde. Auch in diesem Jahr gab es ein einstimmiges Votum dafür. Damit dokumentiere der Rat seine Verbundenheit zur Tradition und zu dem fröhlichen Fest. Ein Dankeschön im Namen des Magistrats und des ganzen Rates zollte Richter den Offizieren und Korporälen für die Organisation und Durchführung des Schiebenscheetens.

Nach dem Ausmarsch mit der Abholung des Königs folgten am Nachmittag das Königsschießen und weitere Schießwettbewerbe in der Koems-Schießhalle. J boh

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