Neue Technik für Grund- und Oberschule

Mobile Luftfilteranlagen sowie Laptops für Harpstedter Schulen

Konrektor der Grundschule Harpstedt Woldemar Schilberg und Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse präsentieren die neue Technik.
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Präsentieren die neue Technik: Konrektor der Grundschule Harpstedt Woldemar Schilberg (links) und Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse.

Die Samtgemeinde rüstet die Grund- und Oberschule in Harpstedt zum neuen Schuljahr mit insgesamt 20 neuen mobilen Luftfilteranlagen sowie 47 Lehrerlaptops aus. „Wir wollten eine schnelle Verbesserung der Luftqualität erreichen. Besonders für die Schüler, die aufgrund ihres Alters für eine Impfung noch nicht infrage kommen, ist das wichtig“, berichtet Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse.

Harpstedt – Nun können 16 Anlagen in der Grundschule und vier Geräte in je zwei Klassen der fünften und sechsten Jahrgänge der Oberschule in Harpstedt pünktlich zum Unterrichtsbeginn in Betrieb gehen. Über die Anschaffung der 200 Kilogramm schweren Geräte hatte die Samtgemeinde das erste Mal Mitte Juli beraten. „Als der Beschluss feststand und ein Bedarf gesehen wurde, hat die Samtgemeinde 100 000 Euro außerplanmäßig zur Verfügung gestellt“, so Wöbse. 70 000 Euro haben die 20 Anlagen letztendlich gekostet. Theoretisch werde sogar eine Anschaffung bis zu 80 Prozent vom Land Niedersachsen bezuschusst. Diese ist allerdings an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. „Ehrlich gesagt ist eine Förderung unwahrscheinlich“, gesteht Wöbse. Die Lüftungssituation sei in den meisten Räumen der Schulen zu gut. „Gefördert werden nur Geräte, die in Räumen stehen, wo es nicht genügend Lüftungsmöglichkeiten gibt.“ Das wäre bei höchstens vier Geräten der Fall – somit würde die Förderung höchstens 11 500 Euro betragen.

Lieferung erfolgte schneller als gedacht

Dass die Geräte schon jetzt in der Samtgemeinde zur Verfügung stehen, überrascht Wöbse. Zwar sei verwaltungsseitig dieses Thema priorisiert behandelt und dementsprechend schnell auf den Weg gebracht worden, allerdings „waren wir schon erstaunt darüber, wie schnell die Anlagen hier waren.“ Die Firma habe sogar früher geliefert, als dies in Aussicht gestellt hatte. Auch Woldemar Schilberg, Konrektor der Grundschule, freut sich, dass die Filter vor dem Schulbeginn eingetroffen sind. „So können sich Schüler und Lehrer direkt an diesen ,Kühlschrank‘ und durchgehendes Summen gewöhnen und werden nicht im laufenden Schulhalbjahr damit gestört.“

Die Suche nach dem richtigen Gerät lief nach dem Ausschlussverfahren. Ein besonderes Augenmerk sollte auf der Lautstärke liegen. „Wir haben uns zehn Anbieter angeschaut. Nur Vier davon waren in dem Bereich von 35 Dezibel und somit in der engeren Auswahl“, so Wöbse. Das sei wichtig, damit sie nicht den Unterricht stören und dementsprechend auch genutzt werden.

Die Anlagen verfügen über zwei Filtereinheiten, die die vorhandene Luft zu 99,995 Prozent reinigen. Da es sich aber nicht um Luftaustauschanlagen handelt, müsse trotzdem alle 20 Minuten regulär gelüftet werden. „Diese Anlagen reinigen die vorhandene Luft. Die Luftqualität wird verbessert, sie wird aber nicht ersetzt. Deswegen wird reguläres Lüften notwendig bleiben“, erklärt Wöbse. Um nicht mehr die Fenster aufreißen zu müssen, seien stationäre Anlagen nötig, die jedoch „enorme bauliche Maßnahmen mit sich bringen“. Dies sei kurzfristig nicht umsetzbar, besonders, da die Nachfrage nach den Geräten hoch sei und deswegen eine Lieferung lange dauere. „Auf Samtgemeindeebene wird noch beraten, wie die Lüftungssituation perspektivisch unterstützt werden kann. Vielleicht werden weitere Schritte folgen“, so Wöbse.

Neue Laptops für Lehrer

Neben den Luftfilteranlagen wurden für die Lehrer der Grund- und Oberschule 47 Laptops samt Zubehör beschafft. Die Kosten von 41 000 Euro wurden vom Land Niedersachsen mit 27 000 Euro bezuschusst, die restlichen 14 000 Euro hat die Samtgemeinde selbst beigesteuert. „Im Gegensatz zu den Luftfilteranlagen, mussten wir auf unsere Laptops etwas länger warten“, erzählt Schilberg. Das erste Mal seien sie im Januar Thema auf Samtgemeindeebene gewesen. „Man hat ja gemerkt, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung nicht gut aufgestellt ist“, so Schilberg weiter. „Aber so geht es jetzt voran. Es ist wichtig, dass jeder Lehrer nicht mehr seine privaten Endgeräte nutzen muss, schon alleine wegen des Datenschutzes. Und es ist auch nicht schlecht, so manchen Lehrer dazu zu zwingen, sich mit diesen Geräten auseinander zu setzen.“

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