Pläne für Malteser-Vorhaben fertig

Neue Rettungswache an alter Stelle

Harpstedt - Vor allem wegen der beengten Verhältnisse hatten die Malteser vor 22 Jahren ihr vormaliges Domizil im alten Harpstedter Feuerwehrhaus aufgegeben und die Rettungswache an die obere Freistraße verlagert. Aber auch dort besteht inzwischen Handlungsbedarf.

Die Baufälligkeit des Hauses, die sich unter anderem in Form von Rissen im Mauerwerk und Absackungen an einigen Stellen offenbart, ist ein Problem – und der Zuschnitt des Gebäudes ein weiteres. Kurzum: Die Standards einer modernen Rettungswache werden nicht mehr erfüllt. Die Malteser wollen abreißen und an selber Stelle neu bauen. Dieses Vorhaben verfolgen sie schon seit 2015. 

Die Pläne sind inzwischen fertig. Der Bauträger hat die Anweisung bekommen, den – momentan in der Mache befindlichen – Bauantrag einzureichen. Zu der Finanzierung müssen die Krankenkassen als Kostenträgerinnen noch ihr Okay geben, ehe es losgehen kann.

Anpassung an heutige Anforderungen

„Das bestehende Gebäude an der Freistraße gehört uns. Es ist aber ja ursprünglich nicht als Rettungswache gebaut worden. Und das macht sich bemerkbar. Es geht uns nicht darum, uns zu vergrößern. Der Neubau muss aber den heutigen Anforderungen an eine Rettungswache genügen – von den Hygienebereichen bis hin zu den Ruhezonen“, erläuterte Frank Flake, Leiter des Rettungsdienstes im Malteser-Bezirk Oldenburg-Nord, auf Nachfrage. 

Eine Rettungswache müsse allerdings als Zweckbau konzipiert sein. Schließlich trügen am Ende die Krankenkassenbeitragszahler die Kosten. Einer Ausschreibung bedürfe es nicht; die Auftragsvergabe übernähmen die Malteser in Eigenregie.

Der geplante – zweigeschossige – Neubau sieht nach Aussage von Flake im Obergeschoss auch Platz „für das Ehrenamt“, also für die Aktivitäten der Malteser-Ortsgruppe, vor. Daher müssen die Kosten auseinanderdividiert werden. Die Krankenkassen decken nur die eigentliche Rettungswache mit allem Drum und Dran ab. Für die ehrenamtlich genutzten Bereiche müssen die Malteser selbst aufkommen.

Rettungswagen regional im Einsatz

Zur Rettungswache gehören neben Lager- und Hygienebereichen, Umkleiden, Ruheräumen, Aufenthaltsraum und Küche zwei Garagen für das eigene Einsatzfahrzeug sowie einen Rettungswagen, der regional zum Einsatz kommt. Für den Fall, dass der überdachte Stellplatz irgendwann nicht mehr ausreicht, wird vorgesorgt: Die Option einer Erweiterung um bis zu zwei weitere Garagen bleibt gewahrt.

Während der Bauphase bedarf es eines Übergangsdomizils. Die Malteser möchten entsprechende Räumlichkeiten anmieten und würden zur Not auch mit einem Container vorliebnehmen.

boh

Rubriklistenbild: © dpa

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