Sonnensegel nach Ende der Saison

Neue Uhr im Rosenfreibad Harpstedt installiert

Die neue „Mutteruhr“ im Harpstedter Rosenfreibad zeigt auch die Wassertemperaturen in den Becken und die Lufttemperatur an.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Die von der Samtgemeinde angeschaffte „Mutteruhr“ fürs Rosenfreibad ist inzwischen am Domizil der Badeaufsicht angebracht und findet ein sehr wohlwollendes Echo. Aufgerüstet hat die Kommune zudem bei der Soundtechnik.

Vorbei sind die Zeiten, da sich Frühschwimmer selbst Eieruhren oder Wecker mitbringen mussten, damit sie nicht zu lange im Bad verweilten und rechtzeitig zur Arbeit kamen. Die neue Technik zeigt nicht nur an, wie spät es ist; sie misst zusätzlich mit Fühlern die genauen Wassertemperaturen im Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken sowie die Lufttemperatur. Ein Blick auf das große digitale Display reicht, um auch über diese Werte im Bilde zu sein. Die Ziffern sind gut lesbar. „Wer regelmäßig seine Bahnen schwimmt, kann sogar die Zeit für sich auf die Sekunde genau stoppen. Nicht schlecht!“, so der Vorsitzende des Freibad-Fördervereins, Wolfgang Kinzel.

Montage des Segels während der Saison problematisch

Das Sonnensegel für das Planschbecken lässt unterdessen noch auf sich warten. Die Politik hat in dieser Angelegenheit schon bei der Verwaltung im Amtshof nachgehakt. Der Aufbau werde in diesem Herbst oder im Frühjahr 2018 in Angriff genommen, teilte Bürgermeister Herwig Wöbse auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Eher im Herbst“, fügte er hinzu. Während der Saison wäre die Montage problematisch; sie würde den Betrieb im Bad zu sehr stören und beeinträchtigen. „Es geht hier nicht um die Beschattung einer kleinen Sandkiste, sondern um ein Sonnensegel mit 85 Quadratmetern Fläche. Das lässt sich nicht auf die Schnelle aufstellen. Das ist schon etwas anderes als das, was man vielleicht aus privaten Gärten kennt. Darauf deutet ja schon der Haushaltsansatz in Höhe von 20.000 Euro hin. Die ganze Konstruktion muss stabil sein. Wir brauchen dafür Fundamente und auch einen Stromanschluss. Die Technik ist so beschaffen, dass sich das Sonnensegel ab einer bestimmten Windstärke automatisch einzieht“, erläuterte Wöbse. 

Es mutet etwas kurios an, aber das gab’s bislang tatsächlich: Von Frühschwimmern mitgebrachte und am Beckenrand platzierte Eieruhren oder Wecker gaben Laut, wenn es an der Zeit war, das Bad zu verlassen, um nicht zu spät zur Arbeit zu kommen.

Der Haushalt 2017 der Samtgemeinde sei seit März verabschiedet und erst seit Mai genehmigt. Deshalb sei das Sonnensegel nicht vor Saisonbeginn bestellt und installiert worden. Wöbse: „Wenn heute das Geld im Etat eingestellt ist, heißt das ja nicht, dass wir schon morgen bauen können.“ Vorab müssten mehrere Angebote eingeholt und verglichen werden.

Barrierefreier Umbau hat Erschwernis mit sich gebracht

Noch während der laufenden Saison sollen indes die barrierefrei hergestellten Durchschreitebecken jeweils mit einem Handlauf versehen werden, was sich ohne großen Aufwand bewerkstelligen lässt. Damit reagiert die Samtgemeinde auf einen Hinweis von Freibadnutzern, wonach sich mobilitätseingeschränkte Besucher etwas unsicher fühlen, zumal es nun ja keine Seitenwand mehr gibt, an der sie sich abstützen könnten. Der barrierefreie Umbau, der mit einer Schräge statt einer Stufe eigentlich eine Erleichterung für diese Badegäste mit sich bringen sollte, habe nun also offenbar sogar eine Erschwernis bewirkt, staunte Herwig Wöbse. Deutlich geworden sei dies insbesondere bei dem Durchschreitebecken im Umfeld des Badeaufsichtsbereiches. Die Samtgemeinde sei dankbar für die angeregte Handlauf-Nachrüstung. „Das war ein sinnvoller Hinweis“, betonte der Bürgermeister.

Nach der Saison werde dann der barrierefreie Umbau des vierten und letzten Durchschreitebeckens vorgenommen – und dort ebenfalls ein Handlauf angebracht.

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