Heinz Nienaber freut sich über positives Beispiel für Wegeseitenränder in Groß Köhren

Natur und Landwirtschaft im Einklang

Kartoffeln sind linksseitig dieses Weges in Groß Köhren angebaut worden. Brokkoli wächst und gedeiht auf der anderen Seite.
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Kartoffeln sind linksseitig dieses Weges in Groß Köhren angebaut worden. Brokkoli wächst und gedeiht auf der anderen Seite.

Groß Köhren – Auf der einen Seite des Feldweges liegt ein Kartoffelacker, und auf der anderen hat ein Landwirt Brokkoli angebaut. Entlang der Fahrbahn geben Gräser und Wildblumen ein schönes, keineswegs ungepflegtes Bild ab. Das Delmetal sowie eine Obstbaumwiese, die nicht zuletzt der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg zu verdanken ist, runden das geradezu idyllische Bild ab.

Die Welt scheint hier, in Groß Köhren, noch in Ordnung zu sein. Das schöne Fleckchen Erde vermittelt den Eindruck, dass Landwirtschaft, Naturschutz und Biodiversität im Einklang stehen können. Die Landwirte pflügen nicht bis an den Weg heran. Sozusagen von selbst sprießen an den Wegeseitenrändern auch insektenfreundliche Pflanzen. An dieser Stelle macht das im Übrigen durchaus Sinn, zumal der Weg nur wenig befahren und nicht mit Abgasen „zugedröhnt“ wird.

Heinz Nienaber wohnt in direkter Nachbarschaft. Die Äcker maßvoll düngen, der Natur etwas Raum für ihre Entfaltung geben, nicht jeden Quadratzentimeter intensiv bewirtschaften – so kann nach seiner Überzeugung der Spagat zwischen Nahrungsmittelproduktion und Umwelterhalt gelingen, wenn alle Beteiligten mitziehen. Das setze aber eben voraus, die Pflege der Wegeseitenränder auf das wirklich notwendige Maß zu beschränken.

„Diese Blühstreifen zeigen mir, dass man auch kostengünstig etwas für die Natur tun kann“, urteilt Nienaber, der lange Jahre als Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde Beckeln stand.

Ihm geht jedenfalls das Herz auf, wenn er an dem Weg entlangschlendert. Besonders in diesem Sommer findet er viel Gefallen daran, sich die Natur, auch den Wald, und Kulturpflanzen etwas genauer anzuschauen. „Schon lange habe ich zu dieser Jahreszeit kein so sattes Grün mehr gesehen. Und das trotz der Trockenheit im Frühjahr“, staunt er.

Von Jürgen Bohlken

Wirken nicht ungepflegt, obwohl der Natur etwas Raum gelassen wird: die Wegeseitenränder.

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