Nachkriegskinder blicken auf ihre Schulzeit zurück

Treffen des Entlassungsjahrgangs 1955 der Harpstedter Volksschule

Die Klassenkameraden aus dem Entlassungsjahrgang 1955 trafen sich gemeinsam mit Lehrer Günter Knappmeier (Sechster von rechts) im Hotel „Zur Wasserburg“. - Foto: Nosthoff

Harpstedt - Zwölf ehemalige Klassenkameraden vom Entlassungsjahrgang 1955 der damaligen Harpstedter Volksschule trafen sich am Sonnabendnachmittag im Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt.

Mittlerweile haben die einstigen Kinder ein stolzes Alter von 76 bis 78 Jahren erreicht. Ganz besonders freuten sich die Klassenkameraden, dass bei ihrem Treffen auch Lehrer Günter Knappmeier wieder dabei war. Mit 23 Jahren war er 1949 als Junglehrer an die Volksschule gekommen. Nun ist er mit mehr als 90 Jahren der einzige Pädagoge aus dieser Zeit, der noch lebt.

Der Großteil der ehemaligen Schüler lebt noch immer im Bereich Bremen

Der Jahrgang veranstaltete am Sonnabend sein mittlerweile neuntes Klassentreffen. Ilse Volkmer aus Harpstedt und Dieter Begander aus Bremen hatten die Organisation übernommen. „45 der ehemals 50 Schüler aus unserem Jahrgang haben wir angeschrieben. Die anderen Adressen sind uns nicht mehr bekannt“, berichtete Begander. Aus Alters- und gesundheitlichen Gründen konnten viele der Ehemaligen nicht dabei sein. „Nur wenige von uns sind nach der Schule in Harpstedt oder im direkten Umkreis geblieben“, informierte Begander. In ganz Deutschland seien die Klassenkameraden verstreut, hauptsächlich aber in Norddeutschland und vor allem im Umkreis von Bremen. Die Anreise nach Harpstedt werde jedoch mit zunehmendem Alter immer schwieriger.

Klaus Wilkening war beispielsweise mit seiner Frau aus Oberhausen gekommen. Er hatte zum diesjährigen Treffen die weiteste Fahrt auf sich genommen. Begander berichtete, dass eine Klassenkameradin sogar in Kanada lebt. Aufgrund der Entfernung kam jedoch nur brieflicher und telefonischer Kontakt zustande.

Einschulung 1947 in einer Holzbaracke

Das erste Treffen hatte Friedhelm Müller 19 Jahre nach der Entlassung im Jahr 1974 initiiert. Von da an kam man regelmäßig etwa alle fünf Jahre zusammen. Mehrere Treffen hatte Hans Sandstedt mitorganisiert. Vor vier Jahren hatte Ilse Volkmer eine besondere Zusammenkunft vorbereitet: Der jetzige Hausmeister der Harpstedter Schule öffnete den Ehemaligen die Türen, sodass sie einen Blick in ihre einstigen Klassenräume werfen konnten.

„Wir sind 1947 noch in der alten Holzbaracke eingeschult worden, die damals als Schule fungierte“, erinnerte sich Volkmer. 1950 wurde dann die neue Schule eingeweiht und die Mädchen und Jungen durften endlich umziehen. Dass es in der alten Holzbaracke damals durchs Dach regnete, wissen die Ehemaligen heute noch genau. Doch galten in der Zeit sowieso andere Maßstäbe: „Als Nachkriegskinder aus Harpstedt und aus ganz Deutschland hatten wir in unseren Familien genug mit uns selbst zu tun. Außerhalb des Unterrichts gab es nicht so viel Kontakt unter den Schülern“, erinnerte sich Begander.

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