Nach den Sommerferien gibt es in Jahrgangsstufe fünf am Standort der Haupt- und Realschule nur noch Oberschüler

Offene Türen zur rechten Zeit

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Marei Herrmann, Lukas Landgraf und Lehrer Eike Harnisch luden zum Jammen mit der schuleigenen „Rockband“ ein

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Freiwillige „Überstunden“ haben zahlreiche Schüler gestern Nachmittag mit tatkräftiger Unterstützung des Lehrkörpers in der Haupt- und Realschule Harpstedt geleistet – anlässlich eines Tags der offenen Tür. Sie begleiteten Mitmachaktionen oder auch Experimente aus Physik und Chemie, zeigten im Werkraum, welch kunstvolle Kreationen sich aus hölzernen Kapla-Steinen legen lassen, jammten mit der „Rockband“ oder standen bei der Radio-AG hinterm Mischpult.

Die R5a erheiterte ein interessiertes Publikum mit 15 einstudierten Mini-Sketchen. Die R7b sang für die künftigen Fünftklässler „Was wir alleine nicht schaffen, schaffen wir dann zusammen“. Die R9b pries Naschereien wie Mandelhörnchen an. Die Schülerfirma wartete mit Hot Dogs, weiteren Snacks und selbst erzeugten Produkten – vom kunstvoll gestalteten Flamingo bis hin zur praktischen Grillzange – auf. Aron Schenk (16) und Niklas Harries (17) führten eine Gruppe von Schaulustigen durch alle Räume.

Die Schule öffnete ihre Pforten für die breite Öffentlichkeit – und tat das nach Einschätzung von Rektor Peter Bilski zum richtigen Zeitpunkt, zumal nach den Sommerferien eine neue Schulform Einzug hält. Dann wird es – zunächst nur in der Jahrgangsstufe fünf – am Standort Harpstedt keine Haupt- und keine Real-, sondern nur noch Oberschüler geben. Die wiederum werden in der fünften und sechsten Klasse unabhängig von ihrer Schullaufbahnempfehlung gemeinsam beschult. Ab Jahrgangsstufe sieben greift eine Differenzierung in Deutsch, Mathe und Englisch. In diesen Fächern verteilen sich die Schüler dann auf Grund- und Erweiterungskurse; in allen anderen bleibt es beim Unterricht im Klassenverband. Manche Eltern dürfte das Kursmodell an ihre eigene Zeit an der früheren Orientierungsstufe erinnern. Tatsächlich weist es Parallelen auf. Die Oberschule wächst von unten nach oben – Jahrgang für Jahrgang. Der Schulvorstand hat sich für die jahrgangsbezogene Variante, im Prinzip eine „IGS light“, sowie für ein weiterhin offenes Nachmittagsangebot im Ganztagsbetrieb entschieden. Der Tag der offenen Tür bot vor allem den künftigen Fünftklässlern und ihren Eltern Gelegenheit, die neue Schulform und die Räume mitsamt Ausstattung kennenzulernen und Einblicke in die Vielfalt des Schullebens zu gewinnen. An Stellwänden war eine Fülle von Informationen zusammengetragen worden – unter anderem auch zum Mobbing-Interventions-Team, zum Projekt „Klasse! Wir singen!“ oder zur Umweltschule. Letztere legt, wie Initiatorin Nadine Hellmich verriet, eine Pause ein, bis sich die Oberschule etwas „eingespielt“ hat.

Rektor Bilski dankte allen Beteiligten, die dem Tag der offenen Tür mit zum Erfolg verhalfen, besonders der Planungsgruppe aus Barbara Zabielski, Jana Kohlhage und Henrike Heuer. Ein weiteres Dankeschön schickte er an Lehrer Holger Adomat von den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen, der mitsamt Solarkocher nach Harpstedt gekommen war und spannende Einblicke in die Solar- und Photovoltaiktechnik gewährte. „Er zeigt hier ein interessantes Projekt, das wir später auch für unsere Schüler im Unterricht implementieren wollen“, erläuterte Peter Bilski.

Anfangs kamen die Besucher nicht gerade in Scharen, zumal viele Eltern noch arbeiten mussten. Nach und nach füllte sich das Schulgebäude dann aber doch zusehends.

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