Nach Feuern auf dem Koems-Gelände bleiben die Ermittlungen ohne Ergebnis

Hinweise auf Brandstiftung – aber nicht auf die Täter

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Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr im Juni auf dem Koems-Gelände eintrafen, stand der Brennholz-Unterstand bereits komplett in Flammen. Nur das Fundament blieb erhalten. Archivfoto: Bahrs

Harpstedt - Von Sophie Filipiak. „Es war nachweislich Brandstiftung“, erklärte am Montag Polizeipressesprecherin Melissa Oltmanns auf Nachfrage. Nach den zwei Feuern auf dem Koems-Gelände in Harpstedt im Juni hatte die Polizei zwar Ermittlungen aufgenommen, die sind aber aus Mangel an Hinweisen im Sande verlaufen. Der oder die Täter können nicht zur Verantwortung gezogen werden.

An den beiden Tatorten seien nicht genügend Informationen gefunden worden, so die Polizei. Zudem sei es merkwürdig, dass es nach den Feuern am 16. und 17. Juni zu keinen weiteren Taten gekommen sei. Einerseits ist das zwar gut, andererseits hätten die Ermittler bei weiteren Brandstiftungen wahrscheinlich mehr Beweise finden können. Auch die Hinweise aus der Bevölkerung haben keine neuen Ansätze gebracht. Die Arbeit der Polizei ist daher nun erstmal beendet.

Zum Hintergrund: Am Dienstagabend, 16. Juni, schlug der „Feuerteufel“ in Harpstedt zum ersten Mal zu. Ein Brennholz-Unterstand beim „Backhus“ brannte – begünstigt durch die trockene Witterung – vollständig nieder. Nur die Fundamente blieben stehenen. 27 Einsatzkräfte der Feuerwehr verhinderten, dass das benachbarte „Backhus“ ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. „Wir hatten unwahrscheinliches Glück gehabt“, erklärt Bernhard Wöbse, Sprecher der Koems-„Rentnerbänd“. „Wäre der Wind aus einer anderen Richtung gekommen, hätte das ‚Backhus‘ auch gebrannt.“

Am nächsten Tag rückte die Feuerwehr wieder aus: Diesmal brannte es an der rückwärtigen Tür der ehemaligen Disco „Zum Sonnenstein“. Zeugen hatten den Rauch bemerkt und Alarm geschlagen. So wurde nur die Tür ein Opfer der Flammen.

Die „Rentnerbänd“ begann sofort mit den Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau des Unterstandes. Viel Zuspruch und Spenden haben die Mitglieder von Seiten der Bevölkerung erfahren.

Das Material kam schnell zusammen, genügend Fachwerk konnte die „Rentnerbänd“ bereits Anfang Juli aus einem alten Haus in Beckeln entnehmen und aufbereiten. Nach der Winterpause wollen die Helfer im April die noch fehlenden Seiten fertig stellen. „700 bis 800 Stunden stecken wir da schon an Arbeit rein“, schätzt Wöbse.

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