Unterspülung aufgrund von Starkregen verursacht ärgerliche Schäden / Feldweg über die Grönbeeke ist gesperrt

Nach Durchlasserneuerung schon wieder Instandsetzungsbedarf

Die Folgen der Unterspülung sind unübersehbar. Die Instandsetzung wird etwa 4 000 Euro kosten.
+
Die Folgen der Unterspülung sind unübersehbar. Die Instandsetzung wird etwa 4 000 Euro kosten.

Klein Amerika – Das Starkregenereignis vom 13. Juni hat einen Durchlass im Verlauf der Grönbeeke in Klein Amerika beschädigt: Als Folge einer Unterspülung sackte das Böschungsmaterial über der Verrohrung ab. Der über den Bach verlaufende Feldweg hat sich wegen der Abbrüche verschmälert. Er ist seit Wochen gesperrt. Den meisten Bürgern blieb das verborgen. Die bereits in Auftrag gegebene Instandsetzung wird laut Gemeindeverwaltung rund 4 000 Euro kosten.

Die Reparatur ist ärgerlich. Der Durchlass war erst vor rund einem Jahr erneuert worden. Für diese Maßnahme hatte die Jagdgenossenschaft dem Flecken Harpstedt eine 50-prozentige Kostenbeteiligung in Aussicht gestellt, zumal fast ausschließlich die Landwirtschaft den besagten Feldweg nutzt.

Zur Vorgeschichte merkt Gemeindedirektor Ingo Fichter an, die Erneuerungsbedürftigkeit des Durchlasses sei nach Hinweisen von Landwirten festgestellt und die Maßnahme dann unter bautechnischer Berücksichtigung der Aufnahme des landwirtschaftlichen Verkehrs (ohne Gewichtsbeschränkung) ausgeführt worden. „Der Durchlass selbst hatte eine Länge von sechs Metern bei einem Durchmesser von DN 1000. Die Baugrubentiefe betrug 2,50 Meter. Für die Maßnahme war zur offenen Wasserhaltung eine Pumpenleitung von 20 Kubikmeter pro Stunde vorzuhalten.“

Die Aufwendungen beliefen sich auf 15 000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Ob sich die Jagdgenossenschaft nun auch an den Reparaturkosten beteiligen wird? Im Gespräch mit unserer Zeitung hat Jagdvorsteher Heinrich Sudmann das bereits klar verneint. Er habe die Unterspülung im Übrigen kommen sehen und prognostiziert: „Die Böschung hält nie.“ Die Befestigung sei unzureichend gewesen. „Davor hätte eine Mauer gehört.“

An einen Hinweis Sudmanns, die Böschung sei zu steil, erinnert sich die Verwaltung durchaus. Dieser Einwand sei aber nicht vor, sondern „erst nach Beendigung der Maßnahme“ gekommen. Der steile Böschungswinkel sei im Übrigen der Topografie des Geländes geschuldet, liege aber bautechnisch im üblichen Rahmen, rechtfertigt die Gemeindespitze die Bauausführung.

Die eingebaute Böschungsneigung von 1 : 1,5 sei „Stand der Technik“ und im Straßenbau „eine Standardneigung“. Aufgrund der trockenen Sommer habe sich leider keine Vegetationsnarbe ausbilden können, was dann „im Zusammenspiel mit dem Starkregenereignis zu Unterspülungen des Brückenbauwerks“ geführt habe.

Ob der bauausführenden Firma die Reparaturkosten auferlegt werden können, sei noch nicht abschließend geprüft. Ingo Fichter geht eher nicht davon aus. Nach derzeitiger Einschätzung werde nicht die Bauausführung, sondern das extreme Regenereignis, das zu entsprechenden Wasserständen in der Grönbeeke geführt habe, als Ursache für die Unterspülungen ausgemacht.

Klar ist hingegen das Wie der nun nötigen Instandsetzung: „Die weggespülten Böschungen werden mit Unterbeton und Schüttsteinen neu befestigt. Die Fahrspur wird in der gleichen Art, wie noch vorhanden, mit Magerbeton, Schotter und einer wassergebundenen Decke wiederhergestellt. Vor der Brücke wird zu beiden Wegseiten eine leichte Ausmuldung hergestellt, damit bei starken Regenfällen das Wasser vor der Brücke in den Seitenraum beziehungsweise Bach abgeleitet wird“, kündigt Ingo Fichter an.

Wegen der geringen Bedeutung des Feldweges für den nicht landwirtschaftlichen Verkehr habe die Verwaltung die Öffentlichkeit nicht auf die Sperrung hingewiesen. Die Landwirte seien inzwischen in Kenntnis gesetzt. Nicht akzeptabel sei die Missachtung der Absperrung durch Verkehrsteilnehmer. Ziehe das „weitere Beschädigungen“ nach sich, werde der Flecken wohl Regeressansprüche prüfen müssen.  boh

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die Handykamera kann mehr als Fotos

Die Handykamera kann mehr als Fotos

Zu Besuch bei den Elefanten im Naturschutzgebiet Lubombo

Zu Besuch bei den Elefanten im Naturschutzgebiet Lubombo

Maria Schrader gewinnt Emmy für "Unorthodox"

Maria Schrader gewinnt Emmy für "Unorthodox"

Wie werde ich Baumpfleger/in?

Wie werde ich Baumpfleger/in?

Meistgelesene Artikel

Aktive sammeln knapp 4 000 Kippen ein

Aktive sammeln knapp 4 000 Kippen ein

Aktive sammeln knapp 4 000 Kippen ein
Falschgeldprozess: Hoffnung auf Zeugen

Falschgeldprozess: Hoffnung auf Zeugen

Falschgeldprozess: Hoffnung auf Zeugen
Info-Aktion zur Buchenallee weckt Interesse

Info-Aktion zur Buchenallee weckt Interesse

Info-Aktion zur Buchenallee weckt Interesse

Kommentare