„Kultur am Donnerstag“ mit Ryan M. Brewer

Musikalischer Reisender mit Hang zur Lyrik

Die Struktur seiner Songs ist herausfordernd, seine Gitarrenarbeit verzwickt: Ryan M. Brewer.

Harpstedt - Als „Free Range Americana“ bezeichnet sich der Singer-Songwriter Ryan M. Brewer gern augenzwinkernd selbst, also gewissermaßen als „Musiker aus der Freilandhaltung“, aber, wie er betont, „beileibe nicht als das kleine Hühnchen, das unbedarft auf Europa-Tournee geht“. Am 22. Juni, 20 Uhr, setzt der Geschichtenerzähler aus Indianapolis die Reihe „Kultur am Donnerstag“ im „Liberty’s“ an der Langen Straße in Harpstedt fort. Der Konzerteintritt ist frei.

Mit zwei Studio-Alben und einem Live-Album im Gepäck schickt sich Brewer aktuell an, seine Songs auch dem deutschen Publikum vorzustellen. „Wenn ich weit weg bin, bin ich meinem Produzenten vom größten Nutzen“, scherzt er. „Denn das Letzte, was der braucht, ist, dass ich über seine Schulter gucke, während er versucht, meine Scheibe fertig zu kriegen. Ich glaube, in dieser Phase bin ich ,on the road’ besser dran.“ 

Ryan M. Brewer sieht sich als reisenden musikalischen Erzähler mit einem Hang zur Lyrik. Seine Songs scheinen mühelos zwischen den Stilen zu schweben; jeder fällt genau in das Genre, das er braucht, um exakt das zu erzählen, was er schildern will. Brewers Songs führen auf einen breiten, thematischen Weg. Da geht es um existenzielle Verwirrung, politische Entzauberung, Kampf mit religiösem Glauben sowie – trotz alledem – auch um Liebe und Glück.

„Sein Stimmumfang ist beeindruckend, seine Liedstruktur herausfordernd, seine Gitarrenarbeit verzwickt“, kündigt der Veranstalter an. Nachdem Brewer ausgiebig durch die USA getourt ist, will er jetzt Europa erobern – und hier überwiegend Deutschland. „Auf den Sound der Arrangements und Aufnahmen meines neuen Albums bin ich stolz. Aber mich dürstet danach, sie mir zurückzuholen“, sagt er. Und das tut er – auf der Bühne.

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