Musikalische Früherziehung im Kindergarten „Kasperburg“ trägt Früchte

Zartes Pflänzchen will nun regelmäßig gegossen werden

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Musikalische Früherziehung ist durchaus keine spaßfreie Angelegenheit; Gesang und das Musizieren auf Orffschen Instrumenten kommen mit Tanz- und Bewegungselementen zusammen. Das blieb den Eltern, die das Konzert der „Strings“-Schüler und Kindergartenkinder im Kirchseelter Dorfgemeinschaftshaus bei tropischer Hitze verfolgten, nicht verborgen.

Kirchseelte - Von Jürgen Bohlken. Ein fruchtbarer Nährboden ist bereitet. Das bereits aufkeimende zarte Pflänzchen will aber nun weiter gegossen und gehegt werden, damit es wächst und gedeiht. Das gab Tanja Kutscher, Leiterin des Kirchseelter Kindergartens „Kasperburg“, den Eltern mit auf den Weg, die sich dieser Tage im Dorfgemeinschaftshaus ein Bild davon machten, dass die musikalische Früherziehung in Kooperation mit der Musikschule „Strings“ Früchte trägt.

Seit zwei Jahren währt die Zusammenarbeit nun schon, und Tanja Kutscher hofft, dass sie nach den Sommerferien fortgeführt werden kann. Jeden Dienstag freuen sich die „Kasperburg“-Kinder auf ihre „Lehrerin“ Sonja Bode, die dann zusammen mit ihnen altersgerecht musikalische Früherziehung praktiziert. Bewegung, Gesang und das Spielen auf Orffschen Instrumenten kommen dabei zusammen. Das zu koordinieren, sei für die Mädchen und Jungen schon eine Herausforderung, weiß die „Kasperburg“-Leiterin. Die Kinder seien mit allen Sinnen dabei, lernten „ganzheitlich“, würden sogar auch an klassische Musik herangeführt. Anfangs habe Sonja Bode von „Strings“ ihnen vor allem ein Gefühl für Rhythmus vermittelt. „Inzwischen sind sie so weit, dass sie spielerisch Noten lernen. Da ist Kontinuität drin. Und die Eltern se-

„Die Eltern sehen

ein Ergebnis“

hen ein Ergebnis. Sie können sich so langsam vorstellen, was ein Kind erreichen kann, wenn es ein Instrument lernt, und sehen, dass der Spaß dabei nicht auf der Strecke bleiben muss“, sagt Tanja Kutscher. Die Zusammenarbeit, die auch für ,Strings‘ und Sonja Bode anfangs etwas Neues gewesen sei, klappe super. „Das passt einfach, was ja keineswegs selbstverständlich war.“

Auf welchem Stand die Kinder mittlerweile sind, demonstrierten sie am Sonnabend bei schweißtreibender Hitze eindrucksvoll vor ihren Eltern im Kirchseelter Dorfgemeinschaftshaus – während eines gemeinsamen Konzertes mit „Strings“-Musikschülern. Mit Bewegung, Tanz, Gesang und instrumentaler Begleitung auf Trommeln, Rührtrommel, Rasseln und Schellen stimmten alle Beteiligten die Zuhörerschaft auf den Nachmittag ein.

„Seja bem-vindo“ schallte es eingangs durch den Saal. Dieses brasilianische Kinderlied boten die Kiddies aus der Kirchseelter „Kasperburg“ und der musikalischen Früherziehung von „Strings“ ebenso gemeinsam dar wie das deutsche „Gretel Pastetel“, ein Rhythmus-Stück, Wolfgang Herings „Komm, wir spielen heute“ und Volker Rosins „Der Pirate“. Gleiches galt für eine „Katzengeschichte“, mit der Sonja Bode den Kindern die „Solmisation“ nahe gebracht hatte, eine laut Wikipedia „im Mittelalter entwickelte Verfahrensweise, die Tonstufen eines Gesanges auf bestimmte Silben zu singen, um ihren Ort im Tonsystem zu erkennen“. Im Verlauf des etwa einstündigen Konzerts glänzten die Musikschüler Keno-Miguel Meyer (Key-board), Lukas Clary (Violine) und Maren Bovensiepen (Cello) mit solistischen Kostproben. Die musikalische Bandbreite reichte dabei von der Volksweise „Im Märzen der Bauer“ und dem Kinderlied „Die kleine Hexe Wackelzahn“ bis hin zu Filmmusik aus „Fluch der Karibik“. Hinzu kamen diverse Liedbeiträge des Nachwuchses aus dem „Käpt‘n Cedo“-Programm von „Strings“.

Fast alle Eltern blieben wie auch Musikschulleiter Peter Rabe, der die Technik aufgebaut hatte, bis zum Schluss und konnten mit Recht stolz auf das Können ihrer Schützlinge sein. Ein gemeinsames Grillen in und an der Grillhütte schloss sich an. Der Rasensprenger war eingeschaltet – und zog die Kinder angesichts der Affenhitze wie ein Magnet an.

Ein dickes Dankeschön gebühre, so Tanja Kutscher gestern gegenüber unserer Zeitung, neben Sonja Bode vor allem auch Peter Rabe.

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