Kulturbeirat entspricht zwei Anträgen

Zuschuss für Musicalprojekt

Harpstedt - Einstimmig hat der Kulturbeirat des Fleckens Harpstedt am Montag in öffentlicher Sitzung im Hotel „Zur Wasserburg“ auf Antrag des Kunst- und Kulturvereins (KuK) 118,80 Euro bewilligt, die als Defizit von der „Sommernachtstraum“-Aufführung der Shakespeare Company auf der Burginsel übrig geblieben waren. 

Geld soll auch die evangelische Christusgemeinde bekommen. Bis zu 800 Euro, falls ein Musicalprojekt zu Martin Luther ein Kostendefizit hinterlässt. Auch diese Entscheidung fiel einstimmig.

Zuweilen benötigen Veranstalter eine Bewilligung im Vorhinein. Nämlich immer dann, wenn sie Fördergelder von anderer Seite nur unter der Voraussetzung erhalten, dass auch der Flecken etwas zugibt. Für die Kulturfördermittel, die der Beirat auf Antrag bewilligt, stellt die Gemeinde Harpstedt pro Jahr 2. 000 Euro in seinen Haushalt ein. Stets handelt es sich bei den Zuwendungen um eine „Defizitförderung“. Will heißen: Bezuschusst werden nur kulturelle Veranstaltungen, die sich nicht komplett selbst tragen können.

Die Aufführungen des Musicals „Luther“ durch den Gospelchor und den Jugendchor „Feelings“ haben in Harpstedt bereits in den vergangenen Jahren begeistert. Auch zum Reformationsjubiläum wird es wieder ein großes Projekt geben; darin seien viele Ehrenamtliche eingebunden; Jung und Alt arbeiteten „Hand in Hand“, informierte Pastorin Elisabeth Saathoff in ihrem Antrag. Mit dem kommenden Musical wollen die Beteiligten den Zuschauern die Geschichte der Reformation auf moderne Weise nahe bringen. Das passt 2017 ganz besonders gut: Denn dann liegt der Thesenanschlag Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche 500 Jahre zurück. „Ein Ereignis, das die Kirche und letztlich auch Deutschland für immer veränderte“, so Saathoff. Der Finanzierungsplan für die Aufführung steht; verschiedene Fördermittel sind bereits akquiriert. „Leider ist uns jedoch von der Landeskirche schon signalisiert worden, dass wir maximal mit einem sehr kleinen Zuschuss rechnen können“, bedauerte Saathoff in ihrem Antrag. Die Beiratsmitglieder entschlossen sich, maximal 800 Euro seitens des Fleckens zu gewähren.

Seit der Beiratsgründung im Sommer 2010 wurden rund 20 Kulturveranstaltungen in Harpstedt bezuschusst. Es gab aber auch Anträge, bei denen die Förderung gar nicht mehr notwendig war, weil sich herausgestellt hatte, dass sich die Veranstaltungen wider Erwarten doch selbst trugen.

Für dieses Jahr könnten möglicherweise weitere zwei Anträge auf den Kulturbeirat zukommen: Noch steht nicht fest, ob der Kunst- und Kulturverein (KuK) wieder eine Kindertheater-Aufführung organisiert; der Harpstedter Weihnachtsmarkt könnte eventuell eine Förderung in Höhe von maximal einigen hundert Euro benötigen. 

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