Fleckenrat befasst sich mit möglicher B-Blan-Änderung und etwaiger Veränderungssperre

Mühlenumfeld städtebaulich beordnen?

Städtebaulich neu beordnen könnte ein Bebauungsplanänderungsverfahren das Umfeld der Mühle. Darüber berät der Rat am Dienstag, 14. Januar. Foto: Bohlken

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Was soll baulich künftig im Umfeld der Harpstedter Windmühle möglich sein – und was unzulässig? Das könnte ein Bebauungsplanänderungsverfahren regeln, das die Gemeinde womöglich anschieben wird. Ob der Fleckenrat den B-Plan „Bei der Windmühle“ ändern will, offenbart sich am Dienstag, 14. Januar, während der öffentlichen 19-Uhr-Sitzung im Hotel „Zur Wasserburg“. Die Verwaltung empfiehlt in ihrer Beratungsvorlage auch den Erlass einer Veränderungssperre „zur Absicherung der Planungsziele“. Die könnte sehr zeitnah mit der Veröffentlichung einer entsprechenden Satzung im Amtsblatt wirksam werden und bliebe dann bis zum Abschluss des B-Plan-Änderungsverfahrens in Kraft. Bestehende Gebäude innerhalb des Geltungsbereiches dürften während dieses Zeitraums nicht entfernt und Neubauten nicht errichtet werden.

Ohnehin lässt der Ensemble-Denkmalschutz für die Windmühle und die Nebenanlagen nur wenig baulichen Spielraum. Ziel eines B-Plan-Änderungsverfahrens wäre laut Beratungsvorlage, „das vorhandene Ortsbild baukulturell zu erhalten und es unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange im Bereich der Windmühle städtebaulich verträglich zu entwickeln“; der Bereich solle „nachhaltig städtebaulich geordnet werden“.

Denkmalpflegerisch „von besonders schützenswerter Bedeutung“ sei die Sichtbeziehung zwischen Freistraße und Mühle, geht aus der Beratungsvorlage hervor. Parallel zur Freistraße sei aktuell eine „durchgängige überbaubare Grundstücksfläche festgesetzt“, sodass hier gemäß der jetzigen Bauleitplanung „weitere Gebäude mit einhergehender Beeinträchtigung der Hauptsichtachse zulässig wären“. Um die städtebaulichen Planungsziele zu erreichen, wäre insbesondere für diese Flächen die Festsetzung „anzupassen“, schlägt die Verwaltung vor.

Das klingt alles noch recht schwammig. Dass der Flecken gerade jetzt über ein B-Plan-Änderungsverfahren nachdenkt, kommt jedenfalls nicht von ungefähr. Die Mühle soll, wie berichtet, unter den Hammer kommen. Als erster Zwangsversteigerungstermin beim Amtsgericht Wildeshausen ist der 28. Januar festgezurrt worden. Da die Gemeinde nicht weiß, welcher Bieter das Anwesen ersteigert und was der Betreffende dort vorhat, würde es Sinn machen, einen gewissermaßen aktualisierten städtebaulichen Rahmen vorzugeben, um etwaigem Wildwuchs vorbeugend zu begegnen, zumal der Bebauungsplan „Bei der Windmühle“ schon sehr alt ist. Wohin genau die Reise geht, weiß auch Gemeindedirektor Ingo Fichter noch nicht. Das hänge vor allem davon ab, wie sich die Politik positioniere. Direkt vor dem Rat beschäftigt sich am 14. Januar übrigens der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss mit der etwaigen B-Plan-Änderung und der möglichen Veränderungssperre. Das lässt eine gewisse Dringlichkeit der Angelegenheit vermuten, könnte aber auch andere Gründe haben. Ob der Flecken Harpstedt im Zwangsversteigerungsverfahren selbst mitbieten wird, lässt die Verwaltung weiterhin offen.

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