Jubiläum 

70. Geburtstag des Landfrauenvereins: 170 Mitglieder feiern mit

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Stoßen auf das Jubiläum des Landfrauenvereines Harpstedt-Heiligenrode an: Ursel Göbberd, Astrid Lehnhof, Heike Kastens, Elisabeth Grote, Elfriede Wöbse, Annette Wöpse Inge Harrach und Renate Jürgens (v.l.).

Klein Köhren - Rund 170 Mitglieder des Landfrauenvereins Harpstedt-Heiligenrode machten sich am Sonntagvormittag auf den Weg ins Dorfgemeinschaftshaus Klein Köhren. Dort wurde im entsprechend großen Rahmen das 70-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Eine Fotoausstellung mit vielen Impression von einst und heute rief Erinnerungen an gemeinsame Unternehmungen wach, und an einem Sondertisch konnten eigens für den Tag hergestellte „Landfrauentaschen“ zum Sonderpreis erworben werden.

Bevor es zum geselligen Klönschnack und einem leckeren Essen ging, galt es – wie bei jeder Jubelfeier – den offiziellen Teil zu absolvieren. Der gestaltete sich mit dem neuen gleichberechtigten Vorstandsteam aus Annette Wöbse, Heike Sanders, Regina Eiskamp, Claudia Dierks, Hilke Bellersen, Angelika Ahlers, Regina Bührmann, Frauke Holzschuher und Jutta Hohnholz mit gereimten Worten sehr amüsant: „So war es bisher, so wird es sein, Anspruch soll unser Begleiter sein.“

Der Rückblick auf sieben Jahrzehnte begann bei der Gründungsversammlung im Klubzimmer bei Horstmann in Harpstedt. Dort fanden sich 1947 immerhin schon 60 Frauen auf Einladung der ehemaligen Lehrerin Fräulein Meyer-Hartwig zusammen, um den Landfrauenverein zu gründen. Dessen Vorsitzende wurde Annalene Lamprecht, der Dora Höft, Mimi Rolfs, Elfriede Wöbse und schließlich Inge Harrach folgten. Danach „regierte“ ein Dreierteam mit Elisabeth Grote, Dorothea Kolweyh und Renate Jürgens als völlig neue Form der Vorstandsarbeit. Im Jahr 2000 übernahm Ursel Göbberd den Posten von Dorothea Kolweyh. Für Elisabeth Grote und Renate Jürgens folgten Heike Kastens und Astrid Lehnhof. Nun sitzen im Vorstand gleich neun gleichberechtigte Damen. Der Dank ging an alle für die geleistete Arbeit und die breite Angebotsvielfalt. Nicht vergessen wurden die vielen Ortsvertrauensfrauen als Bindeglied zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand.

Waren es im Anfang noch praktische Themen wie Krankheiten, Gartenbau oder moderne Elektroherde, wurden mit der Zeit auch gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Belange aufgegriffen. Ob Pille, Drogensucht, Gentechnik, Schulreform oder die Energiewende, der Landfrauenverein fand stets kompetente Dozenten. Neben der Theorie wurde und wird die Praxis mit verschiedensten Kursen und Workshops nicht aus den Augen verloren.

Der Anteil der Frauen aus der reinen Landwirtschaft wurde durch den allgemeinen Strukturwandel immer kleiner. „Keiner braucht selber eine Kuh im Stall zu haben, um Mitglied im Verein zu werden“, wurde ausdrücklich betont. Das Image der Landfrauen habe sich längst verändert und locke auch viele junge Frauen in den Verein, der mittlerweile mehr als 600 Mitglieder zählt. 

ak

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