Grundschule Harpstedt

Einschulungsfeier für knapp 80 Erstklässler und Basisklassenkinder

Rektor Ufke Janssen begrüßte die neuen Abc-Schützen und ihre Angehörigen in der rappelvollen Pausenhalle der Grundschule Harpstedt. Foto: Bohlken

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Als Rektor Ufke Janssen am Sonnabendmorgen die vor ihm in der Pausenhalle der Grundschule Harpstedt sitzenden Abc-Schützen fragte, was sie denn wohl alles in den kommenden vier Jahren lernen werden, sorgte eine Antwort für Erheiterung: „Russisch.“ Der Schulleiter musste passen: „Damit können wir hier leider nicht dienen.“

Vorfreude auf den ersten Schultag, aber auch ein wenig Angst davor, was da wohl alles auf sie zukommen wird, stand den insgesamt knapp 80 Erstklässlern und Basisklassenkindern ins Gesicht geschrieben. Janssen verschaffte sich gleichwohl problemlos Gehör. Es war mucksmäuschenstill, als er fragte. „Wer ist aufgeregt?“ Fast alle Hände schnellten in die Höhe. Janssen staunte, als er auf die Frage, wer „megacool“ sei, ähnlich zahlreiche Finger zu sehen bekam.

Englisch, Werken und Nähen ab der dritten Klasse

Der Unterricht gehe deutlich über das Lesen, Schreiben und Rechnen hinaus, verriet er. Englisch etwa komme ab Klasse drei hinzu. „Im dritten Schuljahr gibt es zudem Werken, und es wird sogar genäht.“ Im Verlauf ihrer Zeit an der Grundschule könnten die Kinder verschiedene Aufgaben übernehmen – als Streitschlichter, Schulsanitäter oder Klassensprecher.

An die Eltern gewandt, sagte Janssen: „Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wenn Probleme auftreten sollten, merken wir das.“ Er versprach, das Kollegium werde versuchen, „das Beste aus Ihren Kindern herauszuholen“.

Wissen in sie hineinstopfen – das gehe allerdings nicht. „Hier werden keine kleinen Menschen zurechtgebogen, sondern wir machen da weiter, wo Sie im Elternhaus angefangen haben“, unterstrich der Rektor.

Schulleiter neidisch - die Drittklässler erhalten mehr Aufmerksamkeit als er

Für einen spielerischen Erstkontakt mit dem Alphabet sorgte die Klasse 3b, die eines der Abc-Gedichte aus der Feder von James Krüss in verteilten Rollen vortrug. Als die 3a den „Schulwegsong“ aus voller Brust schmetterte, konnte Janssen fast ein wenig neidisch werden. Ihm entging nicht, dass die Erstklässler der Darbietung weit mehr Aufmerksamkeit schenkten als dem „langweiligen Schulleiter“, wie er sich selbst augenzwinkernd nannte.

Im Anschluss an die Feierstunde gingen die Klassenlehrerinnen Stefanie Klein (1a), Gabriele Jenning (1b) und Marika Krone (1c) mit ihren Schützlingen in die Klassenräume.

Die pädagogische Mitarbeiterin Renate Ranke stellte derweil der Basisklasse ihr künftiges Reich vor. Die Klassenleiterin, Sozialpädagogin Inge Nowak-Gelewski, lernten die Mädchen und Jungen übrigens noch nicht kennen. Sie erlebte gerade an einem anderen Schauplatz eine Einschulung mit, nämlich die ihres eigenen Enkelkinds.

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