Harries errichtet Mühle in Groß Ippener

Millionen Euro für neue Unternehmen

Der aktuelle Firmensitz in Stuhr. - Foto: Ehlers

Harpstedt - Ein warmer Geldregen fällt auf zwei Wirtschaftsunternehmen, die in der Samtgemeinde Harpstedt neue Firmensitze errichten wollen. Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium unterstützt die Firma Roland Manufaktur, die im Flecken Harpstedt einen Betrieb errichten will, mit 378.000 Euro und den Neubau des Harries Schälmühlenwerkes in Groß Ippener mit zwei Millionen Euro.

Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Es wurden landesweit 25 Förderanträge mit einem Volumen von 12,2 Millionen Euro berücksichtigt. Durch die Investition sollen insgesamt knapp 250 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Das sei ein starkes Signal, so Wirtschaftsminister Olaf Lies.

Die Firma Roland Manufaktur baut Exklusiv-Küchen für Mega-Jachten. Da die bislang von den Herstellern gelieferte Ware nicht immer den Luxus-Ansprüchen der Firma und deren exquisiten Kunden genügte, möchte Roland diese Küchen nun selbst perfekt fertigen. Es sollen neun Dauerarbeitsplätze entstehen.

Noch bedeutsamer ist der Bau eines Schälmühlenwerkes von Harries auf einer Fläche von 9.000 Quadratmetern im Gewerbegebiet von Groß Ippener. Die Firma Harries ist an ihrem Standort in Stuhr-Moordeich aus Platzgründen nicht mehr entwicklungsfähig. Deshalb hat Florian Harries in Groß Ippener eine Bestandsimmobilie mit Hochregallager erworben, die er deutlich erweitern will. Harries wird im kommenden Jahr in Stuhr liquidiert, der Betrieb in Groß Ippener ist komplett neu und startet Mitte 2017. Es sollen aber auch Arbeitskräfte aus Stuhr eingestellt werden. Dennoch spricht das Wirtschaftsministerium von 20 neuen Dauerarbeitsplätzen, die mindestens fünf Jahre bestehen müssen.

Die Neuansiedlung wurde in enger Zusammenarbeit von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkeises Oldenburg (WLO), dem Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse und Gemeindebürgermeister Georg Drube forciert. „Wir sind begeistert über den Erfolg“, so Wöbse gegenüber unserer Zeitung. Harries sei auf die Gemeinde zugekommen. Deshalb handele es sich auch nicht um eine Abwerbung. „Der gesunde Familienbetrieb war in Stuhr nicht mehr handlungsfähig.“ Christine Grönemeyer von der WLO bestätigte, dass der Standort in Stuhr bedroht gewesen sei. Deshalb sei der Neustart in Groß Ippener nur folgerichtig.

„Wir werden unsere Produktion komplett erneuern“, kündigte Florian Harries an. Die Fläche in Groß Ippener sei doppelt so groß wie die in Stuhr. Das biete beste Optionen für die Zukunft.

dr

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