Messerattacke in Harpstedt

Haftbefehl gegen 31-Jährigen erlassen

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Der Harpstedter Friedhof war am heutigen Mittwoch der Schauplatz einer polizeilichen Suche nach der Tatwaffe.

Harpstedt/Dünsen - Von Jürgen Bohlken. Außer Lebensgefahr ist nach Kenntnis der Polizei der 23-jährige Sudanese, der am Dienstagnachmittag im Umfeld des Harpstedter Bahnhofs mit mehreren Messerstichen verletzt und am Abend im Krankenhaus notoperiert worden war.

„Sein Zustand ist stabil“, sagte Andre Wächter, Pressesprecher der Inspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, auf Nachfrage.

Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten, dass auch der Tatverdächtige, der in Dünsen festgenommen worden war, aus dem Sudan kommt. Es handele sich um einen 31-Jährigen. Gegen ihn ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen worden. Der Tatverdächtige und das Opfer kennen sich – so zumindest der bisherige Ermittlungsstand. Weitere Einzelheiten gaben Polizeiinspektion und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preis.

Lesen Sie auch: Sudanese wird nach Messerattacke notoperiert

Kein Wort findet sich darin zu einer Aktion, die heute (Mittwoch) früh die Aufmerksamkeit von Passanten erregte: Fünf Polizeifahrzeuge standen in Reih‘ und Glied auf dem Friedhofsparkplatz in Harpstedt, also ganz in der Nähe des Tatortes. Wer eins und eins zusammenzählte, kam schnell darauf, dass dieses Aufgebot von Einsatzkräften in Verbindung mit der Messerattacke stand: Die Tatwaffe war noch nicht gefunden. Polizeibeamte suchten auf dem Friedhof nach dem Messer – vor allem auf einem Streifen entlang der Harpstedter Ortsdurchfahrt (L338). Dabei kamen Metalldetektoren zum Einsatz.

Von dieser Zeitung auf die Suche angesprochen, erwiderte Andre Wächter von der Polizeiinspektion: „Wären wir fündig geworden, hätten wir‘s sicherlich vermeldet.“ Das 23-jährige Opfer war mit mehreren Messerstichen verletzt worden. Das Motiv liegt weiterhin im Dunkeln. In den sozialen Medien hat die Bluttat Entsetzen ausgelöst. „Die heile Welt in Harpstedt ist zerstört. Ich hoffe, so etwas wiederholt sich nie wieder“, schrieb eine Frau in der facebook-Gruppe „Weltstadt Harpstedt“.

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