Ein Mehrwert für die örtliche Gemeinschaft

Verein „Bürgerauto Gemeinde Dünsen“ aus der Taufe gehoben

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Im Anschluss an die Versammlung präsentierte sich der Vorstand des Bürgerauto-Vereins. Von links: Hartwig Jabusch, Christel Hopp, Heinz-Jürgen Greszik, Julia Praß, Uwe Kräkel, Günter Michael, Falk Hoffmann, Hans Meyer-Wechseler und Bettina Schmid.

Dünsen - Von Anika Bokelmann. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur E-Mobilität ist in Dünsen getan: Das Pilotprojekt des Landkreises Oldenburg, ein Bürgerauto für ausgewählte Orte ohne Grundversorgung anzuschaffen, nimmt Gestalt an. Am Montagabend trafen sich 23 Bürger der rund 1300 Einwohner zählenden Gemeinde und gründeten den Verein „Bürgerauto Gemeinde Dünsen“.

Als Schülertaxi nach Bassum, zum Wochenmarkt, für Arztbesuche und Einkaufsfahrten könnte das Elektroauto künftig fahren, merkte Herwig Wöbse an. Der Samtgemeindebürgermeister zählte im „Landhaus Dünsen“ die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auf. Der Zweck des Siebensitzers, der künftig von Ehrenamtlichen gefahren werden und als Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr dienen soll, ist die „Unterstützung der Mobilität“. Dies geht ebenso aus der Vereinssatzung hervor wie der Passus, das Projekt sei „vorwiegend für die Bürger der Gemeinde Dünsen“ vorgesehen. Dies schließe andere Interessierte nicht aus, machte Heinz-Jürgen Greszik deutlich. Er leitete die Versammlung.

Wie Greszik ausführte, soll das Bürgerauto von montags bis freitags zwischen Dünsen und den umliegenden Gemeinden verkehren; nähere Infos zum System erhielten die Bürger rechtzeitig. Zuvor hatte Dünsens Bürgermeister Hartmut Post an die „langwierigen Entscheidungsprozesse“ erinnert, die der Vereinsgründung vorausgegangen waren. Nach wie vor sei ein Planer damit beschäftigt, den Solar-Carport für das Bürgerauto zu entwerfen. Letzterer solle später am Parkplatz bei der Zufluchtskirche platziert werden. Ab Juni könnte das Bürgerauto im Einsatz sein. Angeschafft wird für die Fahrten ein Siebensitzer von Nissan.

Nächster Termin am 29. April

Für Herwig Wöbse steht neben der Mobilität und dem Klimaschutzgedanken der soziale Aspekt im Vordergrund. „Wir schaffen einen Mehrwert für die örtliche Gemeinschaft“, meinte er mit Blick auf die Kontakte, die bei den Fahrten geknüpft werden können. Im Rahmen der Gründungsversammlung des zuständigen gemeinnützigen Vereins hatten die Mitglieder einige Formalitäten zu klären. So wurde die Vereinssatzung ausführlich besprochen und ergänzt. An der Spitze des auch bereits gewählten Vorstands, mit dem der Verein handlungsfähig ist, steht nun – nach längerem Suchen – Julia Praß als Vorsitzende. Stellvertreter der 37-Jährigen ist Uwe Kräkel, und mit Falk Hoffmann als Kassenführer ist der geschäftsführende Vorstand komplett. Weitere Mitglieder der Führungsriege sind Günter Michael (Schriftführer), Hartwig Jabusch (Fahrdienstleiter) sowie Bettina Schmid, Hans Meyer-Wechseler, Heinz-Jürgen Greszik und Christel Hopp (alle Beisitzer). Zu Kassenprüfern wurden Marc Seuthe und Wilfried Hopp bestimmt.

Bis zur Auslieferung des Fahrzeugs im Sommer will sich der Vorstand um den Eintrag des Vereins in das Vereinsregister kümmern. Zudem soll es erste Gespräche mit der Verwaltung geben, um auf das neue Angebot aufmerksam zu machen.

Details wie Mitgliedsbeiträge und Kosten sowie versicherungstechnische Fragen sollen in der nächsten Mitgliederversammlung geklärt werden. Ein erster Termin für den neuen Verein steht schon fest: Am Sonntag, 29. April, wollen die Ehrenamtlichen das Pilotprojekt auf der „Klimameile“ in Wildeshausen vorstellen.

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