Mehrere Sichtungen / Kehlbiss an ausgeweidetem Damwildkalb deutet auf den Wolf hin

Isegrim ist offenbar bis Beckeln vorgedrungen

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Wolfstypisch: der Kehlbiss.

Beckeln - Der Wolf ist offenbar bis nach Beckeln vorgedrungen. Bereits in den Morgenstunden des 9. September fand Cord Isern unweit der Kieselhorst ein gerissenes, ausgeweidetes weibliches Damwildkalb.

„Er hat mir das gemeldet“, berichtete Gerhard Meyer, Landwirt und Jagdpächter, auf Nachfrage unserer Zeitung. Wolfsberater Carsten Sauerwein sei am Abend hinzugezogen und eine DNA-Probe entnommen worden. Die Auswertung, so bekam Meyer nach eigenen Angaben gesagt, könne sich über Monate hinziehen. Gerissene Nutztiere, bei denen es um Entschädigung gehe, genössen bei den DNA-Analysen Priorität. Der am Kalb festgestellte Kehlbiss sei wolfstypisch, so Meyer. Dass sich Isegrim in Beckeln aufhält, habe er sogar mit eigenen Augen gesehen. Schon am 21. August um 21.02 Uhr habe er „beim Getreidedreschen“ einen Wolf in der Gemarkung „Mooswasser“ wahrgenommen. Sogar gleich mehrere Tiere will ein anderer Augenzeuge am Morgen des 14. September in der Flur „Steinberg“ zu Gesicht bekommen haben.

Versuche unserer Zeitung, den Wolfsberater in der Angelegenheit telefonisch zu erreichen, sind bislang fehlgeschlagen. Aus Jägerkreisen verlautete unterdessen, Meldungen über von Wölfen gerissene Tiere würden von den zuständigen Stellen aktuell offenbar ganz bewusst nur noch in einem sehr begrenzten Umfang an die Medien weitergegeben, um das Thema „klein“ zu halten.

boh

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