Meisterkonzert mit Startrompeter Ludwig Güttler

Martin Strohhäcker springt für Friedrich Kircheis ein

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Ein Meister seines Fachs: Ludwig Güttler.

Harpstedt - Wider Erwarten sitzt Friedrich Kircheis am Mittwoch, 26. September, nicht an der Orgel, wenn Ludwig Güttler ab 19.30 Uhr ein Meisterkonzert in der Harpstedter Christuskirche gibt. „Aus gesundheitlichen Gründen“ werde ihn Martin Strohhäcker vertreten, teilt die Agentur Bubu Concerts mit. Trompeter Johann Clemens vom Leipziger Gewandhausorchester ist ebenfalls nicht mit dabei.

Seinen Part im Konzert übernimmt Thomas Irmen. Das Programm beinhaltet Werke von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude, Henry Purcell, Jean Baptiste Loeillet, Pavel Josef Vejvanovsky, Johann David Heinichen und Gottfried August Homilius. Eine „Klangkombination von besonderem Reiz“ verspricht der Veranstalter mit Blick auf das Meisterkonzert für Trompete und Corno da Caccia sowie Orgel. Der strahlende Klang des Blechblasinstrumentes verschmelze wunderbar mit den Tönen der so wandelbaren „Königin der Instrumente“, heißt es in der Ankündigung. Karten gibt es für 35 (ermäßigt: 20) Euro pro Stück bei Schreibwaren Beuke in Harpstedt, über Nordwest-Ticket und in den Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung – sowie für 37 Euro an der Abendkasse.

Ludwig Güttler gilt als Meister der klassischen Trompete. Er hat sich ebenso als Dirigent, Gründer von drei Orchestern, Musikwissenschaftler sowie als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden einen Namen gemacht. Er stehe für meisterhafte Trompeten- und Hornkonzerte, so der Veranstalter. „Kein Wunder also, dass der sächsische Großmeister stets vor ausverkauften Kirchen und Konzertsälen musiziert. Als Solist auf Trompete und Corno da Caccia zählt der Maestro zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart.“

Martin Strohhäcker, sein kongenialer Konzertpartner, hat an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Prof. Werner Jacob, am Conservatoire Nationale de Musique de Paris bei Prof. Marie Claire Alain und am Conservatorio Superior de Musica de Barcelona bei Prof. Montserrat Torrent studiert. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. 1981 erhielt er einen Preis im Wettbewerb der Internationalen Orgelwoche in Nürnberg. Ab 1988 wirkte er als Bezirkskantor in Neuenbürg und Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen. 1994 avancierte er zum Professor für „Künstlerisches Orgelspiel und Improvisation“ an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden – und 1995 zum Prorektor. Seit 1997 ist er Präsidiums- und seit 2000 Vorstandsmitglied der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft in Freiberg. Seit 2000 wirkt er als Organist an der Dreikönigskirche Dresden-Neustadt. Neben der Leitung von Meisterkursen konzertiert Strohhäcker im In- und Ausland. Zudem geht er verschiedenen Jurorentätigkeiten bei internationalen Wettbewerben nach.

Thomas Irmen kam in Mönchengladbach zur Welt und spielt seit seinem neunten Lebensjahr Trompete. Er studierte bei Prof. Wolfgang Pohle an der Folkwang-Hochschule Essen und bei Prof. Peter Michael Krämer an der Hochschule Felix Mendelsohn Bartholdy in Leipzig. 1994 folgte ein Engagement als Solo-Trompeter der Robert-Schumann-Philharmonie in Chemnitz. Von 1999 bis 2008 gehörte Irmen dem Ensemble Semper Brass Dresden an; seit 1996 ist er Mitglied im Blechbläserensemble Ludwig Güttler.

Irmen konzertiert auch mit eigenen Programmen für Gesang, Trompete und Orgel – an der Seite der Mezzosopranistin Sylvia Irmen. Konzertreisen führten ihn durch Europa, nach New York und Shanghai.

Das kommende Meisterkonzert in Harpstedt hatte aus Krankheitsgründen verschoben werden müssen. Ursprünglich war es am 10. Februar in der Christuskirche geplant gewesen. eb/boh

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