Entscheidung fällt im zweiten Stechen

Malte Böhm erringt die Königswürde

+
Zum Bürgerschützenkönig gekrönt: Malte Böhm – hier mit seiner Königin Tanja und Sohn Luca (6).

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Mit einer Sechs im zweiten Umschießen hat Malte Böhm aus dem III. Rott am „Pfingstdienstagabend“ die Harpstedter Bürgerschützenkönigswürde errungen – am Tag nach seinem 49. Wiegenfest.

Er habe sich also sozusagen nachträglich ein Geburtstagsgeschenk bereitet, meinte der Regent, der im richtigen Leben als technischer Angestellter bei den Stadtwerken Bremen arbeitet und an der Freistraße wohnt. Mit ihm freuten sich seine Ehefrau und nun auch (für ein Jahr) seine Königin Tanja Böhm sowie Sohnemann Luca (6).

Nach einem Jahr bleiben nur Plakette und Erinnerungen

109 Anwärter hatten sich am Königsschießen über Kimme und Korn auf 100 Meter Distanz beteiligt. 21 schossen eine Zwölf und standen damit im Umschießen. Im ersten Stechen erreichten sieben Bürgerschützen eine Elf. Nur zwei, nämlich Malte Böhm und Ralf Möhlenhoff, beide aus dem III. Rott, trafen voll ins Schwarze. Im zweiten Umschießen fiel dann die endgültige Entscheidung: Malte Böhm schlug seinen Kontrahenten mit einem Ring Vorsprung.

Die Bürgerschützenkönigswürde kann nur einmal im Leben errungen werden. Und sie gilt eben auch nur für ein Jahr. „Danach ist man kein König mehr. Was bleibt, ist die Erinnerung“, sagte Rolf Ranke, Oberst im Offizierskorps der Bürgerschützen, während der Krönung. „Und die Königsplakette“, fügte er hinzu, ehe die neue Majestät diese letzte Insignie bekam.

Gäste aus Wildeshausen „holen sich Anregungen, um ihr Fest zu verbessern“

Vor Beginn der Krönung hatte der Oberst Heike Gröper, Heidi Panning und Dorte Diederichs zum Gewinn des „Damen-Team-Cups“ gratuliert. Als letzte Mannschaft, die in diesem Schießvergleich gestartet war, konnte das Trio den Geldpreis in Empfang nehmen. Den Königspokal nahm Arndt Wessel entgegen. 22 ehemalige Majestäten hatten um diese Trophäe gewetteifert. Im dritten Umschießen stand Wessel als Sieger (über Stefan Schötschel) fest; er war 1991 Bürgerschützenkönig geworden. Den U21-Pokal errang Philip Grosjean (IV. Rott).

Stefan Wachholder erwähnte prominenten Besuch von der Wildeshauser Schützengilde auf dem Schiebenscheeten 2017. Gildegeneral Jens Kuraschinski, der ehemalige Oberst Ernst Frost und weitere Honoratioren waren für etwa eine halbe Stunde nach Harpstedt gekommen. „Die haben sich ein paar Anregungen geholt, um ihr eigenes Fest zu verbessern“, unkte Wachholder.

Gewinner des Königspokals: Arndt Wessel.

Für den bisherigen Bürgerschützenkönig Marco Roreger sei das zurückliegende Jahr ereignisreich gewesen – und nicht nur für ihn: „Du bist ja wieder in den Gemeinderat gewählt worden. Aber ich dachte, als Harpstedter Majestät hättest du etwas Einfluss nehmen können auf die amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Da hat es aber leider nicht gereicht. In Frankreich, dem Land unserer Partnergemeinde Loué, hast du allerdings dafür gesorgt, dass wir dort einen europafreundlicheren Präsidenten gekriegt haben. Das war gut.“ Roreger sei seinen Pflichten als König gewissenhaft nachgekommen, soweit dies seine Gesundheit zugelassen habe. „Es war für dich und deine Frau Regina ein schönes Jahr“, resümierte Wachholder.

Beim neuen Bürgerschützenkönig Malte Böhm wird an diesem Mittwoch, 7. Juni, die Scheibe aufgehängt. Antreten ist um 19.45 Uhr bei Königskorporal Friedrich Jarren am Carsten-Horst-Kamp.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

3:1 übertüncht Defizite: Bayern "nicht im siebten Himmel"

3:1 übertüncht Defizite: Bayern "nicht im siebten Himmel"

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

Spanien: Polizei vermutet organisierte Terror-Zelle

Spanien: Polizei vermutet organisierte Terror-Zelle

Sommerfest der SPD in Verden 

Sommerfest der SPD in Verden 

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

Kommentare