Bankangestellte zeigen Senior einen speziellen Umschlag der Polizei

LzO in Harpstedt vereitelt Betrug in fünfstelliger Höhe

Warnung der Polizei: So sieht der Umschlag aus, der bei Verdacht auf Betrug ausgehändigt wird.
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Warnung der Polizei: So sieht der Umschlag aus, der bei Verdacht auf Betrug ausgehändigt wird.

Harpstedt – Aufmerksamen Mitarbeiterinnen der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in Harpstedt ist es zu verdanken, dass vor wenigen Tagen ein Trickbetrug an einem Ehepaar vereitelt werden konnte. Es ging um viele Tausend Euro.

Wie Andreas Renken, Pressesprecher der LzO mitteilt, hatte sich ein unbekannter Anrufer bei einem Ehepaar aus Dünsen telefonisch gemeldet. Er berichtete von einem tragischen Verkehrsunfall, in den die Tochter des Ehepaars schuldhaft verwickelt sei.

Gegen Zahlung eines mittleren fünfstelligen Betrages könne man die Tochter bei der Gerichtskasse „auslösen“.

Im Glauben, der Tochter helfen zu können, sei der Ehemann daraufhin am 1. Juni zur LzO-Filiale in Harpstedt gefahren, um den geforderten Geldbetrag von seinem Konto abzuheben. Als er die LzO-Mitarbeiterinnen bat, ihm den hohen Geldbetrag auszuzahlen, wurden diese stutzig, weil er einen recht aufgeregten Eindruck vermittelte. Sie baten den Mann um ein Gespräch und zeigten ihm einen von der Polizeiinspektion in Delmenhorst entworfenen Briefumschlag, den Mitarbeiter aushändigen, wenn gerade ältere Menschen plötzlich höhere Summen Bargeld abheben wollen. Auf der Rückseite des Kuverts befinden sich unter der Überschrift „Schützen Sie sich und Ihr gerade abgehobenes Geld“ sechs Fragen, die Zweifel an den Handlungsanweisungen der Betrüger aufkommen lassen und auf eine mögliche Betrugsgefahr hinweisen.

So heißt es dort: Haben Sie den Geldbetrag abgehoben, weil sie angerufen worden sind? Hat der Anrufer Ihnen verboten, über den wahren Zweck der Abhebung zu sprechen? Sollen sie das Geld einer unbekannten Person übergeben?

Wenn zwei oder mehr Fragen mit „ja“ beantwortet werden, solle sofort die Polizei verständigt werden. Der Mann, so Renken, habe sich die Fragen durchgelesen und den Sachverhalt bestätigt. Daraufhin sei der Notruf gewählt worden.

Die Polizei rät bei dieser Betrugsmasche, die auch in abgewandelten Formen vorkommen kann, dazu, grundsätzlich misstrauisch zu sein, wenn ein unbekannter Anrufer einen beunruhigenden Sachverhalt mitteilt und Geld fordert. „Überweisen oder übergeben Sie niemals Geld an eine unbekannte Person. Hinterfragen Sie die Richtigkeit der Angaben und nehmen Sie umgehend selbst Kontakt mit Ihren Angehörigen auf. Informieren Sie im Zweifelsfall die örtlich zuständige Polizei“, so die Ordnungshüter.

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