Lücke, die mit Abriss des „Steins“ entstünde, will sinnvoll geschlossen werden

Architekt freut sich auf die Herausforderung

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Noch steht die ehemalige Disco „Zum Sonnenstein“, aber der Abriss der baufälligen Immobilie ist beschlossene Sache.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Wird die ehemalige Disco „Zum Sonnenstein“ dem Erdboden gleich gemacht, ginge damit ein Stück weit der Verlust von Schallschutz einher. Zum einen käme mehr Verkehrslärm auf dem Koems-Gelände an; zum anderen nähme die Belastung der Anwohner durch Geräuschemissionen zu, die der Festbetrieb in den für Feiern mietbaren Räumlichkeiten im Scheunenviertel verursacht. Beides soll verhindert werden. Dafür bedürfte es einer Abschirmung. Wie die genau aussehen wird, ist derzeit offen.

Der Flecken Harpstedt als Eigentümer der baufälligen Disco-Immobilie hat deren Abriss beschlossen. Dass sich doch noch ein Investor finden könnte, der bereit wäre, dem „Stein“ neues Leben einzuhauchen, glaubt ohnehin niemand mehr. Auf eine Antwort wartet nach wie vor die Frage, wie sich das „Loch“ sinnvoll schließen ließe, das mit dem Verschwinden des Gebäudes entstünde.

Die Planung hat nun die Fördergemeinschaft Koems mit Zustimmung des Fleckens angeschoben, nachdem deren Vorsitzender Klaus-Dieter Westphal, auch Ratsherr, das Thema im Verwaltungsausschuss zur Sprache gebracht hatte.

Ein Planer ist auch bereits gefunden: Hermann Dunkler-Gronwald aus Hude, der bei der Erarbeitung von Entwürfen für den Christusgarten und die Gestaltung des Vorplatzes der Harpstedter Friedhofskapelle Kreativität bewiesen hatte, soll Vorschläge erarbeiten. „Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte der Architekt gestern auf Nachfrage. Er habe gute Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen in Arbeitskreisen gemacht und wolle daher auch die Fördergemeinschaft Koems mitnehmen und in das Projekt einbinden. „Ich habe mich schon mit dem Vorsitzenden Klaus-Dieter Westphal getroffen. Es gab aber noch keine Gelegenheit, die Gespräche zu vertiefen“, so der 54-Jährige, der sich demnächst mit Vertretern des Koems-Vereins zu einen Brainstorming treffen möchte und vor der ehrenamtlichen Arbeit der „Rentnerbänd“ nach eigenem Bekunden Hochachtung hat. Bislang ist ihm nur schemenhaft bekannt, was er konkret planen soll, nämlich etwas wenig Vandalismusanfälliges mit abschirmender Funktion, das in die vorhandene Struktur des Harpstedter Scheunenviertels mit viel Holz und Fachwerkgebäuden passt. Bei der Planung will Dunkler-Gronwald den Grundsatz „Qualität geht vor Schnelligkeit“ beherzigen.

Die Fördergemeinschaft Koems könnte sich vorstellen, in dem zu beplanenden Bereich Sitzplätze zu schaffen, „die nicht fest installiert, sondern mobil sind“ – vielleicht in Kombination mit einem kleinen Überstand, der für Veranstaltungen genutzt werden könnte. Eine „Konzertmuschel“ war auch schon mal in Erwägung gezogen worden. Klaus-Dieter Westphal hält diese Option aber für „utopisch“. Umsetzen ließe sie sich nach seiner Einschätzung nur, „wenn es sie für kleines Geld gäbe“; ein anderes Problem wäre die kaum hinzubekommende wirksame Absicherung zum Schutz vor Vandalismus.

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