Lockere Interviews vor laufender Kamera

Plaudereien über Gott und die Welt

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Professionelle Kameratechnik steht Pastor Timo Rucks bei seiner Arbeit an Beiträgen für die „Kirche im NDR“ zur Verfügung.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Vor laufender Kamera will Pastor Timo Rucks, redaktioneller Mitarbeiter der „Kirche im NDR“, am Donnerstag, 8. Oktober, mit jedem, der sich traut, über „Gott und die Welt“ plaudern – nicht etwa direkt im Gotteshaus, sondern in lockerer Atmosphäre im Harpstedter „Eiscafé Venezia“ (ab 15 Uhr) und im benachbarten Imbiss „Liberty‘s“ (ab 16.30 Uhr). Aus den Aufnahmen sollen Konzentrate mit Längen von jeweils unter einer Minute entstehen. Die Interviewsequenzen wiederum sind für die Website der „Kirche im NDR“ und für die NDR-Mediathek bestimmt.

Rucks will erfragen, woran Menschen glauben, und das, so sagt er, müsse nicht unbedingt mit dem christlichen Glauben zu tun haben. Die Zielgruppe lässt er offen und grenzt sie ganz bewusst keineswegs nur auf die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Harpstedt ein.

Die Idee hat eine längere Vorgeschichte, und die reicht bis zur Entstehung des 18-minütigen Kurzfilms „Oh mein Gott, wo bist du?“ zurück. Im dazugehörigen „Making of“ erzählen Obdachlose, Schauspieler oder auch eine Nonne von ihrer Suche nach Gott. Timo Rucks arbeitete im Rahmen dieses Mitmachprojekts der „Kirche im NDR“ mit Menschen aus verschiedensten Milieus. Er band sie aktiv in die Filmproduktion und die damit verbundenen Aufgaben – von den Kostümen und Kulissen bis hin zum Drehbuch – ein. So entstand ein großes Gemeinschaftswerk. „In Hannover bin ich auf die Straße gegangen“, erinnert sich der Pastor. Auf seine Suche nach Mitwirkenden hin hätten sich 21 Leute gemeldet, darunter viele vom Straßenmagazin „Asphalt“ und einige, die noch oder ehemals obdachlos gewesen seien. Über das Kurzfilmformat mit Spielhandlung habe TV- und Radiopastor Jan Dieckmann, auch Beauftragter für Hörfunk und Fernsehen der norddeutschen evangelischen Kirchen beim NDR, geurteilt: „Das überlasen wir besser Hollywood. Wir bleiben lieber bei dem Genre Reportagen und Dokumentationen.“ Die während des Projektes entstandenen Interviews soll er hingegen „top“ gefunden haben. Weitere habe Dieckmann quasi „bestellt“. Und die will Pastor Timo Rucks nun liefern – aus Harpstedt.

Wer am 8. Oktober ins Eiscafé oder ins „Liberty‘s“ kommt, darf gern auch erst einmal unverbindlich zuschauen, wie die Gespräche ablaufen, ehe er (oder sie) sich vielleicht ein Herz fasst und selbst mitmacht.

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