Neuen und alte Songs

Sängerin und Gitarristin Christina Lux begeistert in Dünsen

Christina Lux und ihre Gitarre verschmelzen bei den Auftritten zu einem stimmigen Gesamtpaket. Am Sonnabend verzauberte die Sängerin ihr Publikum im Hotel „Rogge Dünsen“. - Foto: abo
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Christina Lux und ihre Gitarre verschmelzen bei den Auftritten zu einem stimmigen Gesamtpaket. Am Sonnabend verzauberte die Sängerin ihr Publikum im Hotel „Rogge Dünsen“.

Dünsen - Von Anika Bokelmann. Ein einfaches Holzpodest, ein minimalistisches Bühnenbild in Form einer Dekoleuchte, zwei große Scheinwerfer und drei Gitarren reichten aus, um den Saal des Hotels „Rogge Dünsen“ am Samstagabend in eine Konzerthalle zu verwandeln. Mit ihrer klaren Altstimme begeisterte Christina Lux rund 60 Gäste mit deutschen und englischen Liedern aus den Bereichen Jazz, Pop und Soul.

Zwischen ihren gefühlvollen Titeln hielt sich die Künstlerin aus Köln nicht mit sozialkritischen und politischen Äußerungen zurück. „Ich lasse meinen Statements freien Lauf“, unterstrich die 52-Jährige und begründete: „Ich freue mich über die Meinungsfreiheit in diesem Land.“ So sprach sie sich gegen religiöse Auseinandersetzungen aus – „im Namen von Religion werden Dinge getan, die oft nichts damit zu tun haben“. Passend hierzu stimmte sie „Love is my religion“ an.

Lux, die mit ihrem Auftritt der Einladung des Kunst- und Kulturvereins (KuK) gefolgt war, machte inzwischen zum dritten Mal in der Samtgemeinde Halt. Für das Hotel „Rogge Dünsen“ war es jedoch eine Premiere, der sympathischen Frau eine Bühne zu bieten. Mit ihren Anekdoten aus dem Leben bewies sie Humor – noch vor ihrem ersten Stück lockerte sie die Atmosphäre auf: „Es werde Lux und es ward Lux“, nutzte die 52-Jährige ihren Namen für ein Wortspiel und legte selbst Hand an der Beleuchtung an.

„Für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät“

Ins rechte Licht gerückt, griff Lux dann in die Saiten ihrer Gitarren. Zwischen drei verschiedenen Modellen des Instruments, dessen Spiel sie sich selbst beigebracht hatte, wechselte die Musikerin und Komponistin im Verlauf des mehrstündigen Konzerts. Ebenso variationsreich kamen ihre Beiträge daher: Mal stimmte Lux ruhigere Töne an, dann ging es im Jazz- und Folk-Stil rhythmischer zu. Das Publikum zeigte sich begeistert und schnipste gut gelaunt mit. Ihre wandlungsfähige und vielfarbige Stimme verlieh den Eigenkompositionen wie „Playground“ einen unverwechselbaren Klang. Mit diesem Titel lud Lux ein, wieder Kind zu sein, denn „für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät“, meinte die Sängerin.

Neben älteren Liedern aus ihrer inzwischen 30-jährigen musikalischen Laufbahn hatte die Gitarristin auch neue Stücke im Gepäck, die einen Vorgeschmack auf das frische Album gaben. Unter dem Titel „Leise Bilder“ soll dieses im Frühjahr erscheinen und mit vielen deutschen Kompositionen die Stärke von Lux betonen – mit Worten Bilder und Geschichten entstehen lassen und dabei zum Nachdenken anregen.

Das gelang Lux mittels zahlreicher rethorischer Mittel. So griff sie in dem Lied „Meer“ verstärkt zu Symbolen, die unter anderem die zwischenmenschlichen Beziehungen mit den Gezeiten der Meeren vergleichen.

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