Lebensgefährliche Verletzungen erlitten

Sudanese wird nach Messerattacke notoperiert

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Die Spurensicherung war im Einsatz.

Harpstedt/Dünsen - Eine riesige Blutlache, die Präsenz der Spurensicherung gegenüber dem Harpstedter Bahnhof und ein mit Flatterband teilweise abgesperrter Kreuzungsbereich L338/L776 ließen Schlimmes erahnen, und das bewahrheitete sich dann auch: Bei einem Angriff mit einem Messer ist am heutigen Dienstag ein 23-jähriger Flüchtling aus dem Sudan lebensgefährlich verletzt worden.

Blutspuren ließen Schlimmes erahnen.

Er musste nach der Einlieferung ins Krankenhaus notoperiert werden. Ein fremdenfeindliches Motiv könne „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Die Bluttat hatte sich etwa um 15.40 Uhr im Umfeld des Harpstedter Bahnhofs ereignet. Der Angreifer verletzte den Sudanesen mit mehreren Messerstichen und flüchtete anschließend auf dem Fahrrad. Kurz darauf nahm die Polizei nach Zeugenhinweisen einen Tatverdächtigen fest. Beamte wurden dabei beobachtet, als sie einen Mann mit angeblich „roter Trainingsjacke“ in Dünsen am Göpelhaus abführten, der sich heftig widersetzt haben soll. Ob es sich dabei ebenfalls um einen Flüchtling handelt, der womöglich mit einem Landsmann in Streit geraten war, gab die Polizei nicht preis.

Das Motiv und die Hintergründe der Tat seien noch „völlig unklar“, heißt es im Pressebericht der Inspektion Delmenhorst/Oldenburg- Land/Wesermarsch. Weitere Einzelheiten behielt die Polizei vor dem Hintergrund der noch laufenden Ermittlungen für sich. / boh

Update: Der 23-jähriger Sudanese schwebt immer noch in Lebensgefahr. Das Motiv des Angriffs sei den Fahndern am Mittwochmorgen noch nicht bekannt.

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