Bergung soll gegen 19 Uhr abgeschlossen sein

Unfall auf der A1 bei Groß Ippener: Lkw-Fahrer schwer verletzt

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Die total zerstörten Sattelzüge.

Groß   Ippener/Wildeshausen - Von Jürgen Bohlken. Mehr als eine Stunde lang haben Kräfte der Wildeshauser Feuerwehr am Mittwochmorgen geackert, ehe sie nach einem schweren Unfall auf der A1 einen eingeklemmten Fahrer aus dem abgerissenen Führerhaus seines Sattelzuges befreit hatten.

Der 36-Jährige war gegen 7.40 Uhr zwischen Wildeshausen und Groß Ippener nahe Klein Henstedt in Richtung Bremen auf den Sattelzug eines 53-Jährigen aufgefahren, der wiederum zwei weitere Lkw eines 51-Jährigen sowie 57-jährigen Fahrers aufeinander schob. Er hatte das Ende eines etwa sieben Kilometer langen Staus nicht rechtzeitig bei Nebel bemerkt. Zu den Verkehrsbehinderungen war es wegen der Großbaustelle im Bereich Stuhr/Brinkum gekommen.

Lkw-Unfall am A1-Stauende bei Groß Ippener

Lkw-Unfall am A1-Stauende bei Groß Ippener

Die Wucht des Aufpralls verwandelte die Vierkantstahlstangen, die der Lastzug des 36-Jährigen geladen hatte, in Geschosse. Die umherfliegenden Profilteile durchbohrten die Stirnwand des Aufliegers – und teils auch den Auflieger des Lkw des 53-Jährigen. Vor diesem Hintergrund hat der Verursacher womöglich großes Glück im Unglück gehabt, dass die Fahrerkabine seines Lastzugs abriss und auf die Überholspur schleuderte. Der Mann kam mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus; er war nach dem Crash ansprechbar. Der 57-Jährige erlitt indes leichte Verletzungen.

Die nicht mehr fahrbereiten Sattelzüge des 36-Jährigen und des 53-Jährigen mussten geborgen werden. Die anderen beiden Laster konnten ihre Fahrt nach der Unfallaufnahme fortsetzen. Die Fahrer blieben unverletzt.

Verkehrsbehinderung bis in den Abend

Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten sowie das Reinigen der Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsstoffen erforderten eine stundenlange Vollsperrung ab Wildeshausen-Nord. Daraus resultierte die Bildung eines kilometerlangen Staus.

Nach der Kollision hatte die Polizei zunächst den Standstreifen freigegeben, damit der Verkehr darüber – rechts an der Unfallstelle vorbei – in Richtung Bremen/Hamburg abfließen konnte.  

Die A1 in Richtung Hamburg ab Wildeshausen Nord ist aktuell gesperrt. Die Bergung der Fahrzeuge sollte gegen 19 Uhr abgeschlossen und die Straße wieder freigegeben werden. In Richtung Hamburg bildete sich Aufgrund der Vollsperrung ein Rückstau bis zu zehn Kilometern. Auch die Umleitungsstrecken sind derzeit stark belastet. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 115.000 Euro geschätzt.

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