Lafu-Chef zu hohem Nitratwert in Köhren

Ursache ist am grünen Tisch nicht zu ermitteln

Klein Köhren - Woher kommt die extrem hohe Nitratbelastung von 210 Milligramm pro Liter (mg/l) im oberflächennahen Grundwasser des Brunnens 148 in Klein Köhren? „Um das festzustellen, müsste man ein richtiges kleines Forschungsprojekt mit Bohrungen und Recherchen anstrengen“, sagte Gary Zörner, Chef der Lafu GmbH aus Delmenhorst, eines Labors für chemische und mikrobiologische Analytik, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Bodendurchlässigkeit und Grundwasserströmungen spielten eine Rolle. Ob die vor Jahrzehnten ausgebrachten Klärschlämme aus der ehemaligen Harpstedter Kläranlage mit zu den hohen Werten beigetragen haben können, lasse sich ohne genauere Nachforschungen nicht beurteilen; das sei aber auch nicht per se auszuschließen. Gülle-Einbringungen kämen genauso gut in Frage, und die müssten noch nicht einmal zwingend aus dem direkten Umfeld stammen. Das Zusammenwirken von Bodendurchlässigkeit und Grundwasserströmung im Hinblick auf Nitrat im oberflächennahen Grundwasser sei sehr vielschichtig.

Bereits der Grenzwert von 50 mg/l sei „fast schon kriminell hoch“, urteilte Gary Zörner. Der Gesetzgeber müsste die Grenze nach seiner Ansicht eher bei fünf Milligramm setzen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.

boh

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