„Kunterbuntes Treiben“: Faschings-Projekttage im DRK-Kindergarten Harpstedt

Zum Popcorn gesellt sich sogar das passende „Kino“

+
In einen Schmetterling verwandelt sich hier mit ein wenig Schminke die kleine Maja.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Ob sie sich als Zauberin verkleidet habe? „Als Hexe!“, erwidert Leonie auf diese Frage. Als gute? „Nein, ich bin eine böse Hexe“, sagt die Vierjährige, und ihre Miene verfinstert sich kurzzeitig, ehe ihr ein Lächeln über die Lippen kommt.

Wenn sich im DRK-Kindergarten Harpstedt Bob, der Baumeister, zu Pippi Langstrumpf und Cowboy zu Indianer gesellt, wenn Spiderman sich unter Prinzessinnen und Piraten mischt, dann steuert die Faschingszeit ihrem Höhepunkt entgegen. Am Rosenmontag feiert jede Gruppe für sich. Doch auch vorher, an drei Projekttagen, dürfen sich die Mädchen und Jungen schon verkleiden. Das Motto „Kunterbuntes Treiben“ trifft den Nagel auf den Kopf, spielt es doch sowohl auf Vielfalt als auch auf Farbe an. Viel „Bunt“ schminkt unter anderem Jahrespraktikantin Jolina Becker den Kleinen ins Gesicht. Als Maja an die Reihe kommt, beflügelt sie die Verwandlung in einen Schmetterling offenkundig regelrecht. Zumindest scheint sie vor Stolz ein paar Zentimeter zu wachsen.

„Man muss aufpassen. Die Maiskörner brennen ziemlich leicht an“, weiß Erzieherin Heidrun Schumacher, die im Kindergarten-Foyer auf einem Zweiplattenherd Popcorn kredenzt, nachdem am Vortag selbst gebackene Krapfen „wie warme Semmel“ weggingen. Das passende Kino dazu gibt‘s ein paar Meter weiter – im Container. Das Licht ist aus. Der Beamer läuft. Er projiziert die Original-Illustrationen einer „Klogeschichte“, die Jasmin Bockelmann vorliest, auf ein Bettlaken. „Müssen wir?“ So lautet der Titel. Es geht anfangs um einen Wald, in dem es „müffelt“ – und um ein deshalb aufgestelltes Klohäuschen. „Wo ist es auf dem Bild? Könnt ihr es erkennen?“, fragt Bockelmann die kleinen „Bilderbuchkinogänger“. Ein Mädchen eilt zur „Leinwand“ und zeigt auf die Stelle, an der sie das WC ausfindig gemacht hat.

Projekttage im DRK-Kindergarten gehen praktisch immer mit kreativem Tun und Bastelspaß, aber auch mit Bewegung einher. Die Kinder lassen Becher mit Clownsgesichtern, Popcorn-Tüten, Rasseln, Kronen und fetzige Brillen entstehen – durchweg Dinge, die zum Fasching passen und die ein echter „Jeck“ an den „närrischen Tagen“ gut gebrauchen kann. Im Turnraum locken derweil Wett-, Kreis-, Tanz- und Singspiele. Von Zeit zu Zeit bricht im Untergeschoss das „Disco-Fieber“ aus.

Rambazamba herrscht trotz Faschingszeit nicht, im Gegenteil: Es geht erstaunlich ruhig, gelassen und gesittet zu. „Eine schöne Atmosphäre“, urteilen die Erzieherinnen unisono.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Droht Venezuela eine Diktatur?

Droht Venezuela eine Diktatur?

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Meistgelesene Artikel

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

Dem Gewächshaus wieder Leben eingehaucht

Dem Gewächshaus wieder Leben eingehaucht

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

Kommentare