Mit vollen Taschen heimwärts 

Kunst- und Handwerkermarkt lockt Besucher

Reichlich Betrieb herrschte auf dem Anwesen von Bettina Brinkmann. Helmut Schröder präsentierte handgeschnitzte Bilder (oben rechts). Günter Rohlfs vom Hegering Harpstedt hatte zunächst die Auftaktveranstaltung zu den Wildwochen im Hotel „Zur Wasserburg“ mit dem Infomobil der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst begleitet (kleines Bild links), ehe er mit der „rollenden Waldschule“ an den Schützenweg „umzog“, um dort das Programm der kunsthandwerklichen Ausstellung zu bereichern. - Fotos: Rottmann/Bohlken

Harpstedt - Von Anja Rottmann. Selbst Leonardo da Vincis berühmtes „Abendmahl“ zählte zu den Blickfängen, wenngleich natürlich nicht im Original. Als großer Publikumsmagnet hat sich am Sonntag der Kunst- und Handwerkermarkt auf dem Tischlerei-Anwesen von Bettina Brinkmann am Schützenweg 138 in Harpstedt erwiesen. „Das ist schon das elfte Event dieser Art in Folge. Jedes Mal vergrößern sich die Zahl der Anbieter und der Parkplatzbedarf“, so die Organisatorin.

An rund 40 Ständen lockte die pure Vielfalt kunsthandwerklicher Unikate, darunter schöne Bastelarbeiten für die nicht mehr allzu ferne Adventszeit. Etliche Besucher gingen mit vollgepackten Taschen nach Hause.

Regina Hohnhorst mischte erstmals als Ausstellerin mit und ließ vor allem die Herzen junger Muttis höher schlagen, die großes Interesse für ihre kleine Puschen, Mützen und Pullover zeigten. „Ich entwerfe alles selbst und fertige die Sachen nach eigenen Schnittmustern. Die kleinen, bunten Puschen sind aus ökologischem Leder. Sie kommen sehr gut an“, verriet die Sykerin. Ihre Produkte seien überwiegend für Kinder gedacht, aber auch das eine oder andere Paar Schuhe für Erwachsene fiel an dem Stand ins Auge.

Marita und Kurt Döpkens aus Twistringen kamen schon zum sechsten Mal in den Genuss, in Bettina Brinkmanns Ausstellung ihre selbst hergestellten Arbeiten aus Holz und Filz an die Frau und an den Mann zu bringen. Besonders ihre Adventstabletts gingen weg wie die redensartlichen warmen Semmeln. Aber auch Filzkränze und Sterne aus Holz wechselten en masse die Besitzer.

„Mit Spaßfaktor“, so sagt Helmut Schröder aus Wildeshausen, entstünden seine Arbeiten – Impressionen in Holz in Form handgeschnitzter Bilder. Das Spektrum der Motive, die er nachempfindet, reicht von Leonardo da Vincis „Abendmahl“ über Brigitte Bardot und Marilyn Monroe bis hin zum Segelschulschiff Gorch Fock. Schröder arbeitet überwiegend mit Linden-Holz, das sich, weil es nicht zu hart ist, recht gut bearbeiten lässt. Als Besonderheit fanden sich an seinem Stand Obstschalen aus Zirbel-Kiefer. Dieses Holz bezieht der Kunsthandwerker aus Österreich.

Zu den „Neulingen“ unter den Ausstellenden zählte Margot Hüls aus Stuhr, die mit Scherenschnitten ein vielleicht eher wenig bekanntes Handwerk vorstellte. In mühevoller Kleinarbeit lässt sie mit einer Silhouettenschere wunderschöne Kunstwerke entstehen, die sie auf Motivkarten bringt. „Die Karten, die man kaufen konnte, haben mir nicht gefallen. Daher habe ich hobbymäßig angefangen, meine eigenen Entwürfe herzustellen. Bei dieser Arbeit lernt man, Geduld zu entwickeln“, plauderte Hüls ein wenig aus dem Nähkästchen.

Karl-Hermann Scheffer aus Hedenhausen erlebte ebenfalls in der Ausstellung von Bettina Brinkmann sein Debüt als Mitwirkender. Er arbeitet seit 18 Jahren mit Familien aus Afrika zusammen und fährt einmal pro Jahr auf den Schwarzen Kontinent, um sich bunte Körbe aus Ghana und bunte Taschen aus Madagaskar zu beschaffen. Die kämen in Deutschland sehr gut an, ließ er wissen. Aus eigener Kreation stammen indes Seifen aus pflanzlichem Öl; mittlerweile umfasst das Sortiment 14 Sorten, darunter so außergewöhnliche Mischungen wie Grapefruit-Ingwer, grüner Tee-Minze und Hafer-Milch-Honig. Hauptberuflich reist Scheffer damit inzwischen durch ganz Deutschland.

In kulinarischer Hinsicht konnten die Ausstellungsbesucher aus dem Vollen schöpfen. Bratwurst, gebratene Champignons, Suppen, Waffeln, Kaffee, Glühwein, Kinderpunsch, Kaltgetränke und anderes mehr fanden dankbare Abnehmer. Da konnte die heimische Küche getrost mal kalt bleiben.

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