Kulturnacht in Colnrade bedient ganz unterschiedliche Geschmäcker

Musik in ihrer ganzen Vielfalt

Glanzvolle Auftritte des Harpstedter Gospelchors (oben) und des Jugendchors „Feelings“ ernteten Begeisterungsstürme. - Fotos: an

Colnrade - „Die Kulturnacht ist ein voller Erfolg. Wer musikbegeistert ist, kommt heute voll auf seine Kosten“, urteilte Colnrades Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann am Samstagabend während der zweiten Kulturnacht der Samtgemeinde Harpstedt in Colnrade. Das Event bot vor allem Chören, Blasorchestern und Musikzügen eine Plattform, ihr Können zu zeigen. In Gospel-Kluft kam Wilkens-Lindemann nach ihrem eigenen Auftritt mit der Chorgemeinschaft „Gospel United“ aus der Kirche St. Marien, die neben Ofenhaus und Kulturscheune zu den Veranstaltungsorten zählte. Das Publikum pendelte nach Lust und Laune zwischen den „Lokalitäten“, den Schauplätzen parallel laufender, unterschiedlich gearteter Konzerte, hin und her. Zum Abschluss fanden sich nach vier Stunden alle Mitwirkenden auf dem Dorfplatz zusammen.

„Wunderschön“, schwärmte die Bürgermeisterin, während in der Kirche der Gospelchor Harpstedt unter der Leitung von Daniela Predescu ein abwechslungsreiches Programm servierte. Ein Gänsehaut-Höhepunkt: das „Hallelujah“. Solistin Alina Kolwey überzeugte darin als ebenso gefühl- wie kraftvoller Sopran. Unterstützt wurde sie vom Chor, aber auch von Solist Holger Kleinert, der mit seinem eindrucksvollen Bass und seiner energiegeladenen Performance bei diversen Stücken Soloparts übernahm. Am Piano ließ Sylvia Middendorf ihre Finger über die Tasten fliegen. Andere Stücke sang der Gospelchor a cappella oder mit Playback. Das breite Repertoire reichte von vertonten Bibelversen bis hin zu einem Medley aus dem Pop-Oratorium „Amazing Grace“, das die Sänger gemeinsam mit den „Feelings“ auf die Bühne gebracht hatten. Auch in Colnrade wurden sie von diesem Harpstedter Jugendchor unterstützt. Spätestens beim Pop-Oratorium erfuhren die Zuhörer, dass zu einem guten Gospel-Auftritt eine rhythmisch-gestenreiche Performance gehört. Gern ließ sich das Publikum mitreißen. Alsbald klatschte und sang die ganze Kirche bei Songs wie „This little light of mine“, „Down by the river side“ oder „Highway to heaven“ mit. Das Set mündete in einen ohrenbetäubenden Applaus. Nicht enden wollende Zugabe-Rufe ließen dem Gospelchor keine Wahl: Er nahm nochmals Aufstellung und verabschiedete sich bei einer Parade durch den Mittelgang winkend mit „We're marching in the light oft the lord“.

Die Zuschauer erwartete mit dem Auftritt der „Feelings“ im Anschluss ein weiterer Ohrenschmaus. Die jungen Sänger traten in unterschiedlichen Besetzungen in Aktion. Mit ihrem „Boogie-Woogie-Song“ und der dazugehörigen Choreographie heizten die Mädels ein. Mit der kompletten Mannschaft brachten die „Feelings“ unter anderem den Evergreen „New York, New York“ auf die Bühne. Im Anschluss blieb nur ein junger Mann am Mikrofon stehen. Mit Spannung verfolgten die Zuhörer den Solo-Song „My Way“ und staunten, mit wie viel Gefühl Luis Villar das Stück sang, das Frank Sinatra einst Weltruhm bescherte. Individualität und Perfektion vermischten sich zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Zuschauer reagierten mit Begeisterungsstürmen. Zu Adeles melancholischer Ballade „Hello from the other side“ gab es wieder eine Choreographie – aber auch einen Solopart von Frederike Windhusen, die sich mit ihrer eindrucksvollen Stimme bei vielen Songs als Lead-Sängerin hervortat. Frech und rockig kamen die Evergreens „If you wanna be my lover“ von den Spice Girls und „Come on Eileen“ von „Dexy's Midnight Runners“ daher. Etwas ruhiger wurde es zum Abschluss mit „Don’t you forget about me“ von den Simple Minds. - an

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