Typisch indische Gerichte

Kulinarische Offenbarung begeistert

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Der Spaß am gemeinsamen Kochen mit Pater Michael Padupurackal (links) stand den Frauen ins Gesicht geschrieben.

Harpstedt - Die Vielfalt der indischen Küche haben Interessierte aus der Frauengruppe der katholischen Christ-König-Gemeinde Harpstedt kennengelernt – und genossen.

Mit dem indischen Pater Michael Padupurackal, der die Pfarrei St. Anna seit Herbst 2017 tatkräftig unterstützt, kredenzten sie Chicken-Curry, im Teigmantel frittierte Auberginen, Peperoni und Zwiebeln, zudem frische Bohnen, gebraten mit Kokosnuss, selbst gebackenes Vollkornbrot, gebratenen Reis mit gelben Rosinen, Ananas und Cashewkernen, das Linsengericht Dal, eigens hergestelltes Pesto, in Marinade gebrutzelten Fisch sowie – als Dessert – Vollkorndinkelgrieß mit Butter und Kardamom.

„Ein toller Duft lag in der Luft. Das roch bestimmt noch tags darauf gut in der Delmeschulküche“, vermutet Thea Möring, die dabei war. Geschmacklich seien die Gerichte eine kulinarische Offenbarung gewesen. Aus dem Gemüse, dem Pesto sowie dem Fladenbrot seien besondere „Sandwiches“ gezaubert worden. Nicht minder lecker hätten die Bohnen mit Kokosnussaroma geschmeckt. Beim gemeinsamen Verzehr nach dem Kochen hätten alle gut gegessen. 

„Da sind kaum Reste übrig geblieben“, erinnert sich Thea Möring. Die für seine indische Heimat typischen Rezepte hatte Pater Michael, wie ihn kurz und prägnant der katholische „Kreis junger Frauen“ nennt, selbst mitgebracht; auch kaufte er die benötigten Zutaten ein. An der Zubereitung unter seiner Anleitung beteiligte sich die komplette Gruppe, darunter Audrey Wessels, eine Katholikin mit indischen Wurzeln, und ihre fast 83-jährige Mutter, die in Indien lebt und wegen eines aktuellen Besuchs in Harpstedt ebenfalls teilnahm. 

Das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ bewahrheitete sich in diesem Fall mal nicht. Die Rezeptur für ein Getränk – Saft aus ausgepressten Zitronen, Salz, Pfeffer und Zucker – mutete auf den ersten Blick ungenießbar an. „Doch das schmeckte ausgezeichnet. Sehr erfrischend“, urteilt Thea Möring. Außerdem sei das indische Joghurtgetränk „Lassi“ zubereitet und gereicht worden.

Pater Michael stammt aus dem indischen Bundesstaat Kerala. Er gehört dem Orden CMI (Carmelites of Mary Immaculate) an, der Kongregation der Karmeliter der Unbefleckten Empfängnis Mariens. Viele seiner Ordensbrüder weilen aktuell wegen des Priestermangels in der katholischen Kirche in Deutschland, um hier etwa Seelsorgeteams zu verstärken.

boh

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