Acht Liberale bewerben sich um Mandate im künftigen Samtgemeinderat

FDP kürt teils junge und teils erfahrene Kandidaten

Sie zählen zu den nominierten Samtgemeinderatskandidaten der FDP: Stephan Bayer, Claus Przygodda, Arnold von Seggern, Angelika Brunkhorst und Gerfried Holthusen (von links). - Foto: Nosthoff

Harpstedt - Von Anja Nosthoff. Acht Bewerber schickt die Samtgemeinde-FDP bei der Kommunalwahl am 11. September für den Rat der Samtgemeinde Harpstedt ins Rennen. Zu ihrem Spitzenkandidaten haben die Liberalen mit Claus Przygodda einen gestandenen Geschäftsmann gemacht. Mit der früheren Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst aus Wohlde folgt eine erfahrene Politikerin auf Platz zwei. Und an dritter Stelle findet sich mit Ben Müller ein neuer Kandidat wieder, der vor allem in der jungen Generation Sympathisanten finden könnte.

Erstmals ließ sich Claus Przygodda aufstellen – und wurde von seiner Partei am Donnerstagabend im Hotel „Zur Wasserburg“ prompt auf Listenplatz eins gewählt. „Wirtschaft und Finanzen sind mein Kompetenzbereich“, erläuterte der selbständige Kaufmann, der seit 52 Jahren in der Tabakwirtschaft tätig ist. In die Firma ist mittlerweile auch seine Tochter eingestiegen. Der 69-Jährige kam 1947 in Westerstede zur Welt, wuchs in Wilhelmshaven auf und zog 1982 nach Harpstedt. Seit 2004 gehört er als Parteimitglied der FDP an. Przygodda ist verheiratet, hat zwei Kinder – und mittlerweile drei Enkel. Zu seinen privaten Steckenpferden zählt er Geschichte und Gartengestaltung. „Bisher habe ich noch keine Erfahrung mit Ratsarbeit“, sagte er. „Aber wenn ich etwas mache, dann richtig und keine halben Sachen.“ Er wolle getreu seinem Wahlspruch „Erst sehen, was sich machen lässt, dann machen, was sich sehen lässt“ handeln.

Angelika Brunkhorst hat elf Jahre lang – vorwiegend als Energie- und Umweltpolitikerin – innerhalb der FDP-Fraktion im Bundestag gewirkt. „Auch hier vor Ort liegt einer meiner Schwerpunkte auf dem Naturschutz und der Energiepolitik“, so die Wohlderin. Daneben hält sie es für besonders wichtig, dass die Politik die richtigen Weichen für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Handwerk und Dienstleistung vor Ort stellt, und außerdem stets alle Generationen im Blickfeld hat. „Zwischen den Generationen sollte es ein Miteinander geben. Nur so kann eine Gemeinschaft wirklich funktionieren.“

Auf Platz drei wurde Ben Müller in Abwesenheit nach vorher erteilter Zustimmung gewählt. „Er steht für die junge Generation, ist außerdem Mitglied bei den Harpstedter ,Pragern’. Die Stärkung des Ehrenamts ist ihm unter anderem sehr wichtig“, berichtete Brunkhorst. Müller, von Beruf Röntgentechniker, wuchs in Harpstedt auf.

„Tourismus und Wirtschaft fördern“

Auf Platz vier der FDP-Liste für den Samtgemeinderat steht Reinhard Müller; es folgen Gerfried Holthusen, Arnold von Seggern, Stephan Bayer und Wolf Müller in genau dieser Reihenfolge.

Für den Fleckenrat kandidieren (die Zahlen stehen für die Listenplätze): 1. Claus Przygodda, 2. Ben Müller, 3. Wolf Müller. In den Gemeinderat Groß Ippener schaffen will es der Liberale Arnold von Seggern. Für den Gemeinderat Kirchseelte ließen sich Gerfried Holthusen (Listenplatz eins) und Reinhard Müller von der FDP aufstellen.

Nach den Wahlen ging es darum, Schwerpunkte für das Wahlprogramm festzulegen. So will die FDP unter anderem den sozialen Wohnungsbau vorantreiben und insbesondere günstiges Wohnen für junge Familien und Senioren ermöglichen. Auch den Tourismus in der Samtgemeinde möchten die Liberalen weiterentwickeln, etwa durch eine Ausweitung des Wanderwegenetzes.

Die Wirtschaftsförderung ist ein Schwerpunkt, der durch Unterstützung vorhandener Betriebe – auch in der Landwirtschaft – sowie Hilfen bei Neuansiedlungen, etwa durch einen Wirtschaftsbeauftragten in Kooperation mit den Mitgliedsgemeinden, realisiert werden soll. Die Weiterführung des Radweges nach Colnrade und der Bau eines Radweges nach Bassum liegen der FDP ebenso am Herzen. Das Wahlprogramm berücksichtigt darüber hinaus die Bereiche Kultur, Schulen, Kinder- und Jugendbetreuung, kommunale Energiebewirtschaftung oder auch Sportstätten.

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