Nisthilfen für Schwalben

Ein künstliches „Heim“ für bedrohte Brutvögel

Auch Rauchschwalben wie dieses Exemplar nehmen die Kunstnester erfahrungsgemäß gern an. - Foto: Nabu/Robert Lange
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Auch Rauchschwalben wie dieses Exemplar nehmen die Kunstnester erfahrungsgemäß gern an.

Harpstedt - Natur- und insbesondere Vogelfreunde aus Harpstedt und Umgebung sollten sich diesen Termin im Kalender eintragen: Die Ortsgruppe Harpstedt im Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gibt am Sonnabend, 28. Oktober, von 10 bis 12 Uhr kostenlos Kunstnester für Rauch- und Mehlschwalben auf dem Marktplatz an die Bürger ab.

Möglich macht dies eine großzügige Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung. 4 150 Euro im Interesse des Schwalbenschutzes sind an die Nabu-Ortsgruppe Harpstedt geflossen. 200 Nisthilfen und 80 Kotbretter für Mehl- und Rauchschwalben sollen an die Einwohner verteilt werden.

„Europaweit nimmt die Zahl der Brutvögel in der Agrarlandschaft stark ab, da wegen der Sanierung von Gebäuden, fehlenden Totholzes in Hecken oder abnehmender Landschaftsstrukturen oft Brutmöglichkeiten fehlen. Daher ist das Aufhängen von künstlichen Nisthilfen eine geeignete Möglichkeit, aktiven Artenschutz zu betreiben“, unterstreicht der Nabu in einer Pressemitteilung. 

Dafür, dass die als „Glücksbringer“ bekannten Schwalben auch in Harpstedt eine Zukunft haben, setzt sich die Ortsgruppe nun tatkräftig ein. „Wir werden allen schwalbeninteressierten Harpstedtern, die an und in ihren Gebäuden ganz konkret etwas für diese Vögel tun wollen, kostenlos Kunstnester überreichen, so lange der Vorrat reicht“, kündigt Sprecherin Eva Heinke an. Die Erfahrungswerte damit seien gut: „Diese Kunstnester haben sich seit Jahrzehnten hervorragend bewährt und werden von den Schwalben gern angenommen. 

Rauchschwalben brüten in Gebäuden, etwa in Scheunen, auf Dielen, in Hallen, Werkstätten und Carports. Sie bauen ihre Nester auf eine Unterlage wie Balken. Mehlschwalben kleben sie indes außen an Gebäuden an, zumeist unter Dachüberständen. Die Kunstnester können dort angebracht werden, wo bislang noch keine Schwalben nisten, wo aber die Umstände günstig sind. Ebenso können sie an Stellen hinzugehängt werden, an denen dadurch bestehende Schwalbenkolonien ergänzt werden können“, erläutert Heinke.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Vorhaben zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Sie finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. 

eb

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