Arnold Wollering steht Jürgen Badberg zur Seite

Kriminalhauptkommissar zieht es zurück zu seinen Wurzeln

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Ein noch neues Gesicht in der Polizeistation Harpstedt: Kriminalhauptkommissar Arnold Wollering.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Auf die Frage nach seinem ersten polizeilichen Einsatz in Harpstedt reagiert Arnold Wollering mit einem Schmunzeln: „Das war an Pfingsten beim Schiebenscheeten. Ich habe damals Jürgen Badberg beim Absichern des Festumzuges unterstützt“, erinnert sich der 58-jährige Kriminalhauptkommissar.

Mit Stationsdienst hatte seine Laufbahn begonnen, und so soll sie nun auch enden. Vier Dienstjahre verbleiben Wollering bis zur Pensionierung. Die wird er nach Lage der Dinge in Harpstedt ableisten. In der Polizeistation an der Burgstraße, Ecke Mühlenweg, hat er am 1. Oktober den Platz von Detlef Hannemann eingenommen, der in Kürze in den Ruhestand eintritt.

Der Umsetzungsverfügung war eine Urlaubsvertretung für Jürgen Badberg vorangegangen. Badberg steht Wollering nun als neuer Dienstkollege in Harpstedt zur Seite. Und kollegial, so sagt „der Neue“, sei das Verhältnis wirklich. Die unterschiedlichen Dienstgrade seien im dienstlichen Miteinander völlig ohne Belang. Arnold Wollering kennt Jürgen Badberg im Übrigen seit rund 40 Jahren. „Als ich 1978 nach Ganderkesee kam, tat er in Wildeshausen Dienst“, entsinnt er sich. „Wir kommen gut miteinander aus.“

Früh hatte sich Wollering für eine Laufbahn als Ordnungshüter entschieden – und damit für einen Beruf, den er schon in seiner Kindheit ergreifen wollte. Mit 17 ging er auf die Polizeischule in Oldenburg. Nach erfolgreich absolvierter zweijähriger Ausbildung kam er als Polizeioberwachtmeister zur Polizeistation Ganderkesee. 17 Jahre lang blieb diese Dienststelle sein berufliches Zuhause. 1995 wechselte er in den Kriminalermittlungsdienst nach Wildeshausen. In der ersten Zeit dort sei die Brandermittlung ein Dienstschwerpunkt gewesen, erzählt er. Aber auch Delikte gegen die körperliche Unversehrtheit oder Verstöße gegen das Waffenrecht fielen oftmals in Wollerings Zuständigkeitsbereich.

Nach Harpstedt „auf eigenen Wunsch“

Nach Harpstedt sei er „auf eigenen Wunsch“ versetzt worden, betont der passionierte Polizist. „Ich hatte mich schon 2016 beworben, und in diesem Jahr hat’s geklappt. Ich habe früher sehr gern Stationsdienst geleistet. Mir lag daran, in diesen Bereich zurückzukehren, wo ich ja sozusagen groß geworden bin. Ich wollte in meinen letzten Dienstjahren einfach wieder näher an der Bevölkerung sein.“

Das Spektrum der Delikte, mit denen es die Ordnungshüter in Harpstedt zu tun bekommen, reicht von Diebstählen und Sachbeschädigungen über Körperverletzungen bis hin zu Verkehrsdelikten. „Die Jugendsachen werden alle in Wildeshausen bearbeitet. Und Kapitalverbrechen fallen selbstverständlich auch nicht in unsere Zuständigkeit“, erläutert Wollering.

Tiefere Einblicke in sein neues Wirkungsfeld hat er binnen zwei Monaten noch nicht gewinnen können. Der erste Eindruck aber, so sagt er, lasse vermuten, dass die Welt in Harpstedt im Großen und Ganzen in Ordnung sei.

Der Wunsch aus der Bevölkerung nach mehr persönlicher Präsenz auf der Dienststelle ist Wollering durchaus bekannt. Aber es sei eben einfach nicht möglich, eine Polizeistation mit zwei Mann, die wöchentlich jeweils 40 Stunden Dienst täten, rund um die Uhr zu besetzen. Das sei in Bookholzberg, Dötlingen oder Sandkrug nicht anders als in Harpstedt. Wenn die Polizei raus müsse, um Einsätze zu fahren, dann seien gerade kleine Dienststellen eben notgedrungen oftmals nicht besetzt.

Gleichwohl verspricht Arnold Wollering: „Ich werde mich anstrengen, immer für die Bevölkerung da zu sein.“

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