Krimi mit Mimi

70 Gäste besuchen delikates „Dinner Criminale“ im Hotel „Zur Wasserburg“

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Das Rätsel um die tote Krimi-Autorin Mimi Durst (am Boden) beschäftigte die Gäste des „Dinner Criminale“.

Harpstedt - Dass die Geschichte ohne Happy End ausgehen würde, war den Besuchern von vornherein klar. Am Donnerstagabend hatten sich knapp 70 Gäste im Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“ eingefunden, um ein „Dinner Criminale“ mit Vier-Gänge-Menü zu genießen.

Die Rahmenhandlung des Abends war folgende: Die legendäre und erfolgreiche Krimi-Autorin Fräulein Mimi Durst (gespielt von Christa Krings) hatte zu ihrem 50. Geburtstag eine illustre Gesellschaft eingeladen, um ihr neuestes Werk „Das letzte Mahl“ vorzustellen. Die Eingeladenen waren als interaktive Zeugen der Mord(s)geschichte gefordert, bei der Aufklärung des Falls mitzuwirken. Akkordeonspieler Jurij Kandelja begleitete die Handlung, zu der auch Gesang und Tanz der professionellen Akteure gehörten, stilsicher mit Filmmusik. Darunter war auch das Intro aus der britischen TV-Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ aus den 60er-Jahren.

Per Visitenkarte hatten alle Besucher eine neue Identität für den Abend erhalten. So waren unter anderem Mimis Verleger anwesend, ein Reporter der Morgenpresse (diese Rolle fiel dem Autor dieses Berichts zu), eine Heilpraktikerin, ein Rosenzüchter, ein Strumpffabrikant sowie der Geschäftsführer der Brauerei Durst. Diese hatte die Gastgeberin von ihrem Vater geerbt.

Der Ort des Fests: das fiktive Landhaus „No Island“ auf der Fantasie-Insel „No Island“. Vor der Tür tobe ein Unwetter und die letzte Fähre zum Festland würde die Insel nicht vor dem nächsten Tag erreichen, offenbarte Butler Jonathan (Ben Soyka) den Gästen. Zum Glück kam in diesem Moment der erste Gang des Menüs, eine warme Suppe aus „einem in die Mangel genommenen Kürbis“. Sie hielt die Besucher bei guter Laune. Die Buchvorstellung gelang Fräulein Mimi an diesem Abend allerdings nur zum Teil.

Denn nach dem Hauptgang – „flüchtendes Lachssteak an spionierendem Blattspinat mit besoffener Sauce“ – passierte es: Ohne Vorwarnung ging das Licht aus, ein Schuss fiel und Mimi sank zu Boden. Dr. Hannibal Schmerzfrei bahnte sich seinen Weg durch die Tischreihen: „Lassen Sie mich durch – ich bin Arzt!“, konnte aber nur noch den Tod der Gastgeberin feststellen. Vier als Gäste anwesende Bestatter trugen die Leiche aus dem Raum.

Mimis Schwager, Conan (Helge van Hove), ein überaus eifriger Kriminalkommissar, verheiratet mit Mimis Schwester Mirabelle (Christa Krings in einer Doppelrolle), begann sofort mit den Ermittlungen. Seine Assistenten Emma und Harry unterstützten ihn. Die Sache wurde mysteriös, als auch Butler Jonathan von Krämpfen geschüttelt „mausetot“ zu Boden sank, wie der anwesende Arzt bescheinigte.

Gab es etwa zwei Mörder in der Runde? Viele Geburtstagsgäste hätten ein Motiv – das ließ sich aus Mimis im Raum versteckten Manuskriptseiten ableiten. Hatte die Autorin ihren Tod als Publicity-Trick für ihren neuen Roman inszeniert? Aber wer hatte Butler Jonathan vergiftet – und warum?

Die einzelnen Tisch-Teams durften einen Tipp abgeben, bevor Kommissar Conan, Mimi/Mirabelle und Jonathan den Teilnehmern die Lösung präsentierten. Das Ergebnis soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden, um anderen „Dinner Criminale“-Fans nicht die Spannung zu nehmen.

Roswitha und Franz Bierer waren extra aus Lüdenscheid angereist, um an dem festlichen Kriminal-Mahl teilzunehmen. Die Karten hatte das Paar bereits im April als Geschenk erhalten. Nun rätselten sie amüsiert mit den anderen Gästen über Tathergang und Täter.

Das spontane Schlusswort des Abends in der „Wasserburg“ übernahm Teilnehmer Harald Quaschning aus Twistringen, der in seiner Funktion als Arzt Dr. Schmerzfrei bereits zu Ehren gekommen war. „Wir sahen hervorragende Schauspieler, die super improvisiert haben. Die 1A-Speisen aus der Küche haben dazu beigetragen, dass der Abend grandios war. Das Publikum hat nicht nur gelacht, sondern auch super mitgemacht“, lobte er unter dem zustimmenden Applaus der anderen Gäste und dankte so im Namen aller für den außerordentlich gelungenen Abend.

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