Feuerschein aus Mülltonnen

Brand in Dünsen: Kreiszeitungs-Austrägerin verhindert Schlimmeres

Der Schaden hält sich in engen Grenzen. Die Mülltonnen sind abgebrannt, und das Carport wurde etwas angekokelt.

Dünsen - Dass eine Austrägerin der Kreiszeitung am Dienstag gegen 4.30 Uhr auf der Matte stand, um einen Dünsener Zwei-Personen-Haushalt mit den neuesten Nachrichten in gedruckter Form zu versorgen, hat die beiden Bewohner des Einfamilienhauses an der Straße „Vor dem Hagen“ womöglich vor einer Tragödie bewahrt.

Die Zustellerin bemerkte im Carport einen Feuerschein – und handelte sofort. Da es am Haus der betroffenen Anwohner keine Klingel gibt, schellte die Zeitungsbotin die Nachbarn aus dem Bett. Die wiederum wussten, wo sich nebenan das Schlafzimmerfenster befindet, und klopften dort an die Scheibe. Daraufhin erwachten die Anwohner, die tief und fest geschlafen hatten. Die beiden Männer aus beiden Häusern löschten das Feuer selbst.

Wie sich herausstellte, hatten Mülltonnen unter einem Carport gebrannt. Dass sich die Flammen leicht hätten ausbreiten können, wenn sie unbemerkt geblieben wären, gestand der betroffene Anwohner ein: „Das Haus wäre wohl weg gewesen. Das Carport ist direkt an der Hauswand. Nicht auszudenken, wenn es Feuer gefangen hätte“, meinte er auf Nachfrage. 

Anwohner heilfroh über die schnelle Hilfe

Der Mann bewohnt das Einfamilienhaus zusammen mit seiner Frau und drei Hunden. Er sei heilfroh über die schnelle Hilfe und werde sich mit einem Präsent bei der Zustellerin bedanken, versprach er. Der letztlich entstandene Schaden halte sich in Grenzen: „Die Mülltonnen sind verbrannt, und das Carport ist ein bisschen angekokelt.“ 

Darüber, was das Feuer verursacht haben könnte, konnte der Anwohner nur Mutmaßungen anstellen. In der Nähe der Mülltonnen habe ein Karton mit erkalteter Asche gestanden – allerdings schon seit über einem Tag; es sei daher doch eigentlich eher unwahrscheinlich, dass darin noch Glut „schlummerte“. Die Polizei konnte indes noch keine Angaben zur Ursache machen.

Der Brand rief zwar die – auch per Sirene – alarmierte Feuerwehr Harpstedt auf den Plan, aber für die 24 ausgerückten Einsatzkräfte gab es nicht mehr allzu viel zu tun. Sie erledigten die Nachlöscharbeiten und setzten die Wärmebildkamera zum Aufspüren etwaiger Glutnester ein.

Die Hilfe der ebenfalls zunächst alarmierten Freiwillige Feuerwehr Groß Ippener wurde letztlich nicht mehr benötigt.

boh

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