HTB informiert über die für Sportgruppen wieder freigegebenen Plätze / Zuschauer nicht erlaubt

Kontaktloses Trainieren nun möglich

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Kontaktlose Übungs- und Trainingseinheiten der Fußballer, Handballer, Turner oder auch Gesundheitssportler auf den Sportplätzen bei der Schule und beim Rosenfreibad seien seit Montag unter Wahrung von jeweils zwei Metern Mindestabstand wieder erlaubt. Das teilt der Vorsitzende Tobias Radtke für den Harpstedter Turnerbund (HTB) mit. Allerdings müssten – wie in der Gastronomie – jeweils genaue Listen mit Kontaktdaten der Teilnehmer geführt werden. Im Falle einer Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Virus müsse die lückenlose Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten gewährleistet sein. „Die Listen heften wir ab, damit das Gesundheitsamt im Fall der Fälle darauf zurückgreifen kann. Daraus muss klar hervorgehen, wer wann wo und bei welchem Sportangebot gewesen ist“, betont Radtke.

Coronabeauftragte des HTB ist Doris Prey-Klaassen, die in dieser Funktion nicht zuletzt als Bindeglied zu Behörden und übergeordneten Sportverbänden fungiert. Der Verein musste zwingend einen solchen Funktionsträger benennen. An Mannschaftsspielbetrieb ist nach wie vor nicht zu denken. „Es wäre im Übrigen auch unzulässig, wenn sich beispielsweise zehn Triathleten aufs Fahrrad schwängen und gemeinschaftlich durch die Gegend fahren würden, um zu trainieren“, stellt Radtke klar. Ebenso bleibe gruppenweises Nordic Walking im Wald tabu. Die Erlaubnis, kontaktlos zu trainieren, gelte nur für die freigegebenen Sportstätten einschließlich des Bolzplatzes beim Rosenfreibad. Die Turnhallen, das Lehrschwimmbecken bei der Delmeschule und das Freibad blieben – wie gehabt – bis auf Weiteres geschlossen.

Wer im Zusammenhang mit der Pandemie zur Risikogruppe gehöre, müsse sehr genau überlegen, ob er kontaktlos Sport im zulässigen Rahmen treiben wolle. Trainer und Übungsleiter seien nicht verpflichtet, solche Übungsangebote zu ermöglichen. Und Zuschauer seien bei Trainingseinheiten nicht gestattet, bekräftigt Radtke.

Der Vorsitzende gibt offen zu, dass der HTB in der Pandemie finanziell gerade so über die Runden kommt. Anschaffungen seien momentan nicht drin. Der Wegfall der Kursgebühren aus dem Gesundheitssport als wichtigste Einnahmequelle wiege schwer, zumal der Turnerbund keine üppigen Rücklagen anhäufen dürfe. Hilfreich in der jetzigen Situation seien das Kurzarbeitergeld, das einige Festangestellte bekämen, und die nächsten Halbjahresbeiträge, die Anfang Juli abgebucht würden. Der HTB hoffe weiterhin auf die Solidarität der Mitglieder. Eine generelle Rückerstattung bereits gezahlter Beiträge wäre nach Überzeugung Radtkes nicht leistbar; dazu sei der HTB aber auch rechtlich nicht verpflichtet. Dass bei gravierenden sozialen Härten Geld zurückgezahlt wird, schließt der Vorsitzende aber nicht aus; hierüber werde von Fall zu Fall entschieden.

Für die pandemiebedingten Beschränkungen, die auch den Sport treffen, habe der Harpstedter TB trotz aller Probleme, die sich daraus für Vereine ergeben, angesichts teils sehr schwerer oder sogar tödlicher Krankheitsverläufe großes Verständnis. Ebenso natürlich für Risikopatienten, die aus Angst um ihre Gesundheit noch keinen Sport in der Gruppe, wenn auch kontaktlos, treiben wollen.

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