Alexandra Meyer: „In dieser Zeit ist es vielen Menschen wichtig, dass der Segen ans Haus kommt“

Kontaktloses Dreikönigssingen ganz ohne Gesang?

Einzeln mit Maske von Haustür zu Haustür? Ist eine kontaktlose Option möglich? Oder muss sich das Sternsingen 2021 komplett „digital“ abspielen?
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Einzeln mit Maske von Haustür zu Haustür? Ist eine kontaktlose Option möglich? Oder muss sich das Sternsingen 2021 komplett „digital“ abspielen?

Harpstedt – Dass die Sternsinger in Gruppen von Haus zu Haus gehen, dort jeweils den Segensspruch „Christus Mansionem Benedicat“ („Christus, segne dieses Haus“) hinterlassen und eine Spende für das Kindermissionswerk/Kinderhilfswerk der katholischen Kirche erbitten, lässt sich mit den Kontaktbeschränkungen im Lockdown nicht vereinbaren. Daher wird nun in Harpstedt über eine kontaktlose Variante nachgedacht.

Sicher ist schon jetzt: Das Singen an der Haustür muss unterbleiben. Auch werden bestenfalls einzelne Sternsinger, verkleidet als Caspar, Melchior oder Balthasar, sowie eventuell Geschwisterpärchen von Tür zu Tür ziehen können – mit Mund-Nase-Bedeckung. Ob das umgesetzt werden kann, ist noch fraglich. Das setze auch grünes Licht vom Bistum voraus, räumt Alexandra Meyer ein, die das Dreikönigssingen für die Christ-König-Gemeinde Harpstedt seit einigen Jahren organisiert.

Als Termin ist der 10. Januar 2021 ins Auge gefasst. Mindestens sechs Kinder wären grundsätzlich bereit, einzeln von Tür zu Tür zu gehen. Besucht werden seit eh und je nur Haushalte, die das ausdrücklich wünschen, und zwar nicht nur Katholiken. Der ökumenische Charakter des Dreikönigssingens hat in der Samtgemeinde Harpstedt Tradition.

Da die zu besuchenden Häuser weit verstreut liegen können, müsste jedes Sternsingerkind von seinen Eltern gefahren werden. Ein Transport in Gruppen hätte coronabedingt zwingend zu unterbleiben. In früheren Jahren wurde durchaus schon mal in Haushalten zusammen am Tannenbaum gesungen; das ginge diesmal definitiv nicht. Das Sternsingerkind müsste draußen auf Abstand bleiben, einen kleinen Spruch aufsagen, das Segensspruchkürzel hinterlassen und eine Spende erbitten. „Das war"s auch schon“, sagt Alexandra Meyer.

Das Motto des Dreikönigssingens 2021 lautet „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“. Die beiden Träger, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, empfehlen offiziell den Verzicht auf Haustür-Besuche. Sie sprechen sich stattdessen für rein digitale (Online-)Lösungen aus.

Alexandra Meyer (und anderen Gemeindegliedern) liegt gleichwohl daran, zumindest die kontaktlose Variante in die Tat umsetzen zu können. Ihre Überzeugung: „Gerade in dieser Zeit ist es vielen Menschen wichtig, dass der Segen ans Haus kommt.“ Dieses Angebot hätten bislang auch manche evangelische Mitbürger „gern angenommen“, fügt sie hinzu. Und zwar nicht nur im Flecken Harpstedt. Die Sternsinger seien in den vergangenen Jahren auch etwa in Prinzhöfte, Groß Ippener und Dünsen unterwegs gewesen. Wer ihren Besuch am 10. Januar wünscht, kann sich bei Alexandra Meyer unter Telefon 04244/96 55 55 vormerken lassen.

Sollte das kontaktlose Sternsingen nicht zustande kommen, wird unsere Zeitung das vermelden.  boh

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