Streitschlichter und Schülersprecher absolvieren zweitägiges Seminar

Kommunikation und Teamwork im Fokus

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Ein gemeinsames Seminar haben Streitschlichter und Klassensprecher im „Mikado“ in Horstedt absolviert. 

Horstedt/Harpstedt - Was der frühere Beratungslehrer und Schülervertretungs-Berater Adalbert Kirchhoff einst für die Grundschule Harpstedt angeschoben hatte, findet seither Jahr für Jahr eine Fortsetzung: Diesmal durchliefen 14 Streitschlichter aus den vierten Klassen sowie zwölf Klassensprecher aus den Jahrgangsstufen drei und vier das schon traditionelle Seminar im Horstedter Kultur- und Tagungshaus „Mikado“. Der Kurs machte sie fit für ihre Aufgaben, zeigte ihnen aber zugleich Kompetenzgrenzen auf und verlangte ihnen Teamfähigkeit ab. Auch Grundlagen vernünftigen Kommunizierens spielten eine Rolle.

„Es erfordert ein gewisses Vertrauen, ehe die Schüler offen vor den anderen sprechen können. Das hat sich hier in diesem Kreis ganz gut entwickelt“, so Lehrerin Andrea Heemann gegen Ende des zweitägigen Seminars, das sie zusammen mit ihren Kolleginnen Stefanie Klein und Annika Beggerow leitete.

Die eigenen Fähigkeiten selbst richtig einschätzen lernen – auch das gehörte zu den Seminarzielen. Dazu bediente sich die Leitung des „Sickinger Sterns“ zwecks schematischer Veranschaulichung. Jede Zacke stand für eine Fertigkeit. Dabei reichte das Spektrum von „zuhören können“ und „Vorbild sein“ bis hin zu „zuverlässig sein“. Die Zacken waren in verschiedene Felder unterteilt. Je nachdem, wie gut die Kinder glaubten, eine Fähigkeit zu beherrschen, malten sie davon eher wenige oder eher viele aus.

„Dieses Mal haben sie sich erstaunlich gut eingeschätzt“, lobte Andrea Heemann und erntete zustimmendes Nicken ihrer Kolleginnen aus der Seminarleitung. So mancher habe sich beispielsweise selbst eingestanden, dass er lautes und deutliches Sprechen noch nicht so gut könne – und den entsprechenden Zacken dann folglich beispielsweise nur etwa zur Hälfte ausgemalt.

Der Leitung ging es zudem darum, den Kindern zu zeigen, dass sie mit der Funktion eines Klassensprechers oder Streitschlichters Verantwortung übernehmen, aber gleichwohl Grenzen nicht überschreiten dürfen. „Für Dinge wie den Schulsanitätsdienst sind sie eben nicht zuständig, haben sie gelernt, weil es dafür andere gibt, die diese Aufgabe wahrnehmen“, sagt Stefanie Klein. „Die drei Säulen an unserer Schule aus Schülerrat, Streitschlichtern und Sanitätsdienst wurden erklärt, ebenso – anhand eines Modells – die Verläufe des Informationsflusses bis hinauf zur Schulleitung“, verrät Annika Beggerow.

Etwas aus dem Seminar wird später im „Forum“ an die ganze Schülerschaft herangetragen, insbesondere der Ausgang der Wahlen zu Schüler- und Streitschlichtersprechern. Auch geltende Schulregeln, beispielsweise für die Pausen, kommen dann zur Sprache.

Zum Abschluss des Seminars gab es natürlich Urkunden von der Schulleitung für alle Teilnehmer. Zu Schülersprechern wurden Anouk Oestreich (3a) und Alexander Fink (4a) gewählt; ihre Vertreter sind Madita Halling (3c) und Jonas Zegula (3a). Die Sprecher der Streitschlichter sind Nike Constabel und Eike Hüffermann (beide 4b), ihre Vertreter Lea Dullin und Matti Evers (beide 4b). 

eb/boh

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