Bis an die Landesstraße 341 heran

Baugebietserweiterung: Klotzen statt kleckern?

Im Falle einer Umsetzung des Schnakenberg-Antrags bekäme das Baugebiet die Größe wie im B-Plan Nr. 48 in der Fassung von 2006 vorgesehen. Die SPD will auch die Fläche für den gewünschten Kreisel (Zipfel links) in den Geltungsbereich einbezogen haben.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Der Bedarf an Bauland ist da. Macht es noch Sinn, häppchenweise neue Flächen in „Kleingrößen“ auszuweisen? Hermann Schnakenberg (SPD) plädiert dafür, nun zu klotzen statt zu kleckern. Zumindest lässt sich das einem Antrag entnehmen, den er für seine Fraktion eingereicht hat.

Für den Siedlungsbereich in Harpstedts Südwesten wünscht er zwecks Abrundung der Bebauungspläne Nr. 48, 51 und 52 sowie zur Sicherung der weiteren städtebaulichen Entwicklung des Fleckens einen neuen Bebauungsplan, der den Bereich bis zur L 341 („Am Großen Wege“) abdeckt und auch die Anbindung der Hannoverschen Straße an die Landesstraße beinhaltet (unsere Zeitung hat kurz berichtet).

Dieses Areal ist mit 37 000 Quadratmetern nur um etwa 3 000 Quadratmeter kleiner als alle drei ausgewiesenen Abschnitte des Baugebietes „Am Großen Wege“ zusammen – und zwar ohne die für den gewünschten Kreisel benötigte Fläche, die gemäß dem Antrag Schnakenbergs mit im Geltungsbereich des beantragten B-Plans liegen soll.

Aktuell verfügt der Flecken in dem Bereich über keine freien Bauplätze mehr. Daher besteht Handlungsbedarf. Am 9. Oktober 2006 hatte der Rat die Aufstellung eines B-Plans mit großflächigerem Geltungsbereich beschlossen, doch der damalige Beschluss wurde dann anscheinend in nichtöffentlicher Sitzung wieder aufgehoben. Stattdessen entwickelte die Gemeinde in drei Abschnitten kleinteilig neue Bauplätze – anschließend an die Siedlung „Schulstraße-West“. Sicher nicht zuletzt, weil die Nachfrage nach Bauland nach dem Wegfall der Eigenheimzulage lange am Boden lag und erst mit deutlich sinkenden Baudarlehenszinsen wieder merklich anzog.

Der frühere SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Altbürgermeister Hermann Bokelmann wundert sich darüber, dass Schnakenbergs Antrag nicht schon am kommenden Montag im Rat behandelt wird. Wegen der Sommerpause verliere die Gemeinde unnötig Zeit, sodass wohl erst am 18. September die nächste Chance bestünde, über den Antrag im Rat zu befinden.

Es müsse zuerst einmal eine Vorberatung geben, betont Gemeindedirektor Ingo Fichter. Die Angelegenheit werde „für den nächsten Fachausschuss vorbereitet“, kündigt er an.

Gleichwohl meint Bokelmann: „Da werden sich einige Bauinteressenten fragen, ob der Flecken Harpstedt so wenig Interesse an Neubürgern hat. Hätte der Rat den Beschluss von 2006 vorausschauend und zügig weiterverfolgt, wäre in den letzten Jahren kein Mangel an Bauplätzen entstanden.“

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