Vom Regisseur zum Darsteller

„Ade, du Junggesellentiet“: Friedhelm Nolte glänzt auf der Bühne

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Die Theatergruppe zog auf der Bühne alle Register. Da blieb in „Hackfeld’s Dorfkrug“ kein Auge trocken.

Klein  Ippener   - Das fleißige Proben hat sich für die Theatergruppe des Ippener Schützenvereins gelohnt: Rund 130 Zuschauer verfolgten am Sonnabendnachmittag im Gasthaus „Hackfeld’s Dorfkrug“ in Klein Ippener bei Kaffee und Kuchen den plattdeutschen Einakter „Ade, du Junggesellentiet“. Die Laiendarsteller verstanden es meisterhaft, die Lachmuskeln der begeisterten Zuschauer zu strapazieren.

Die Handlung des Schwanks kreiste um die standesamtliche Trauung von Paul und Heide. Dumm nur, dass der Bräutigam am Vorabend mit seinen Kumpels Matten und Quaddel um die Häuser gezogen ist, um seinen Junggesellabschied zu feiern. Als er „am Morgen danach“, am Tag der Hochzeit, mit einem blauen Auge und tierischen Kopfschmerzen aufwacht, kann er sich an das zurückliegende Gelage nicht mehr erinnern. Ein regelrechter Filmriss plagt ihn. Nach etlichen Irrungen und Verwirrungen steht dann aber fest, dass die Hochzeit stattfindet, und die Gesellschaft macht sich auf den Weg zum Standesamt...

Mit dem erheiternden Stück feierte Hendrik Warfelmann seine Premiere als Regisseur. Nach zehn Jahren hatte sein Vorgänger Friedhelm Nolte 2017 letztmalig als Spielleiter fungiert. Diesmal wollte er aber mal aktiv als Darsteller auf der Bühne stehen. Als Quaddel verkörperte Nolte einen Briefträger und zugleich den Freund von Paul. Er meisterte seine Aufgabe bravourös. Auch Sören Hüneke, Julia Ahlers, Nadine Klitte-Ehlers, Anja Wiechmann, Maike Kieselhorst und Sebastian Hohnholz, die weiteren Darsteller, ernteten frenetischen Applaus für ihre schauspielerischen Leistungen. Zum Ensemble gehören obendrein Souffleur Bernd Ehlers und Maskenbildnerin Susann Ideker.

Der gelungenen Aufführung waren nach Angaben von Hendrik Warfelmann etliche Übungseinheiten vorausgegangen. „Ab Anfang Januar haben wir zweimal wöchentlich in der Schützenhalle geprobt. Und seit einer Woche dann hier auf der Bühne. Ich freue mich, dass wir die Tradition plattdeutscher Aufführungen aufrechterhalten können“, sagte der Regisseur. Am Samstagabend führte die Theatergruppe den Schwank ein zweites Mal in „Hackfeld's Dorfkrug“ auf, wobei ein Schnitzelbuffet vorausging. Rund 100 Besucher genossen die turbulente Handlung. An die Abendvorstellung schloss sich traditionsgemäß der Schützenball der Ippener Schützen an. DJ „Schabba-Heinz“ sorgte dabei für gute Laune. - aro

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