Rund 90 Zuhörer genießen zauberhaftes Tango-Konzert in der Harpstedter Christuskirche

Klavier- und sogar orgeltauglich

Harmonierten in der Harpstedter Christuskirche wunderbar: Juan María Solare und Gudrun Zelle. - Foto: Rottmann

Harpstedt - „Tango enCanto“ – unter diesem Tenor haben Juan María Solare und Gudrun Zelle am Sonntag mit argentinischem Tango in der Christuskirche in Harpstedt rund 90 Zuhörer verzückt.

Das Publikum genoss die Mischung aus energiegeladenen, aber auch melancholischen, ironischen und humorvollen Kompositionen sichtlich. Dem in Buenos Aires geborenen, seit 20 Jahren in Deutschland lebenden Künstler Solare wird nachgesagt, er habe Tango im Blut und „das Experimentelle in den Genen“.

Seine musikalische Laufbahn als Pianist und Komponist ist geschmückt von Preisen, Stipendien und Kompositionsaufträgen. Solare leitet ein Tangomusikensemble an der Universität in Bremen, einer der wenigen Städte in Europa, in denen Tangomusik auf Universitätsebene gelehrt wird.

Sein musikalisches Repertoire umfasst zwei Schwerpunkte: zeitgenössische klassische Musik und Tango Argentino – mit eigenen Kompositionen in beiden Sparten. Seine über 300 Werke wurden auf allen fünf Kontinenten gespielt. Die Sängerin Gudrun Zelle, wohnhaft in Harpstedt, singt indes seit ihrer Jugend und begeisterte sich schon früh für die internationale Musik, die sie auf Weltreisen kennenlernte.

Der Tango lebt für sie durch vielfältige, auch jazzige Einflüsse; die blumige Sprache, die der Liebe, aber auch dem Leid durch phantasievolle Bilder viel Tiefe verleiht, ist für sie etwas ganz Besonderes. Zelle singt auch seit drei Jahren in einem Tangoorchester, hat Einzelcoachings im Tangogesang genossen und betätigt sich obendrein als Yoga-Lehrerin.

Solare gilt als Meister seiner Kunst. „Es ist mir eine Ehre, mit ihm zusammen zu spielen und von ihm begleitet zu werden“, so Zelle. Sie selbst bezeichnet sich als eine seiner Schülerinnen. Zelle wäre gern schon früher in der Kirche aufgetreten, aber, so sagt sie, es sei sehr schwer gewesen. einen Konzerttermin zu bekommen. Vor einem Jahr stand der Termin dann fest. „Von da an haben wir zusammen geprobt und uns auf diesen Abend vorbereitet“, so die Sängerin.

Das Programm beinhaltete neben Liebesliedern und Balladen Lieder über sozialkritische Themen. Als erste Darbietung bekamen die Zuhörer „Una emoción“ zu hören. Solare bereicherte das Konzert mit fünf Eigenkompositionen, darunter „Tengo un Tango“ aus dem Jahr 2004 und das aus 2015 datierende „Trayectoria“ (Laufbahn).

Eine musikalische Rarität bekamen die Zuhörer nach der Pause geboten: Das instrumentale „Nomade“, von Solare 2002 komponiert , spielte der Künstler auf der Orgel – und damit auf einem tangountypischen, aber gleichwohl absolut „tangotauglichen“ Instrument.

Das nächste Konzert soll nicht ewig auf sich warten lassen: „Ich bemühe mich schon jetzt um einen Termin“, so Zelle. - aro

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