HTB-Balletttänzerinnen und Musikschüler überzeugen mit Sommerkonzert

Klassik, Pop und getanzte Gedichte

Die Kostüme waren oft schon ein Hingucker für sich – so wie hier beim „Blumenwalzer“. - Fotos: Nosthoff

Harpstedt - Von Anja Nosthoff. Unter dem Motto „Musik und Tanz“ gab es während des Sommerkonzerts in der Aula der Oberschule Harpstedt am Sonnabend und Sonntag Klassik, Folk und Pop zu hören, während die Ballettdarbietungen vom Spitzentanz bis zu den Mini-Ballerinas Genuss fürs Auge boten. Einen Höhepunkt bildete das vertanzte Rilke-Gedicht „Ich lebe mein Leben“ mit Solistin Franziska Lehninger.

Hinter der Veranstaltung stecken die Balletttänzerinnen des Harpstedter Turnerbunds (HTB) mit den Harpstedter Musikschülern. Beteiligt waren auch deren Gitarrenensemble, mehrere Solisten sowie das Kinder- und das Kammerensemble der Strings-Musikschulen.

Andrea Kaldewey vom HTB und Peter Rabe, Leiter der Musikschule, hatten das Programm auf die Beine gestellt. Den Startschuss gab das Strings-Kinderensemble unter der Leitung von Sonja Bode. Die Musikgruppe in der Violinen, Querflöte, Viola, Cellos, Kontrabass und Gitarren zu hören waren, spielte Stücke von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart ebenso wie einen „Carnevalito-Tanz“ und die Western Folk-Weise „Cripple Creek“.

Im Anschluss zeigten die Mini-Ballerinas in ihren rosa Kostümen ihr Können. Ein abwechslungsreiches Potpourri aus den Tschaikowsky-Balletten „Schwanensee“ und „Nussknacker“ mit Tänzerinnen verschiedener Altersgruppen folgte. Die etwas Jüngeren widmeten sich in jeweils passenden Kostümen einem „Chinesischen Tanz“ mit durchaus humorvollen Elementen und einer rhythmischen „Tarantella“. Isabell Krössing, Jule Ranke, Marie Winzinger und Jill Marika Wilke aus der HTB-„Profi“-Gruppe brachten einen „Russischen Tanz“ auf die Bühne. Sinnlich wurde es beim „Arabischen Tanz“, den ebenfalls eine Gruppe der älteren Mädels in atemberaubenden Kostümen und mit verführerischem Hüftschwung vollführten.

Moderne Stücke am Keyboard präsentierte Florian Flegel. Er hatte sich für seine Soli die Pop-Songs „Alles nur geklaut“ von „Die Prinzen“ und „Counting Stars“ von „One Republic“ ausgesucht. „Für Elise“ von Ludwig van Beethoven spielte Josefine Köhler. Auf die Klavier-Stücke folgten zwei Tanzgruppen der etwas jüngeren Mädchen. Sie brachten unter anderem einen Hexentanz auf die Bühne. Den Abschluss vor der Pause bildeten die Älteren mit einem fetzigen Auftritt unter dem Motto „Drums“ – unterstützt von Jordan Kaldewey am Schlagzeug.

Als sich der Vorhang zur zweiten Konzerthälfte öffnete, gab es bewundernde Rufe aus dem Publikum zu hören. Die Kostüme, die die jungen Damen zu ihrem „Blumenwalzer“ aus Tschaikowskys „Nussknacker“ präsentierten, waren schon ein Highlight für sich. Die acht Mädels wussten sie gekonnt in Szene zu setzen – und begeisterten mit bezauberndem Ballett: Anmutige Drehungen, Sprünge und Spitzentanz hielten die Zuschauer in Atem. Jede Tänzerin zeigte dabei auch ein kleines Solo.

Während der „Umziehpause“ kündigte Tanzlehrerin Kaldewey dann einen besonderen Auftritt an: „Erstmals haben wir zwei Gedichte von Rainer Maria Rilke vertanzt“, erklärte sie. Deutlich sichtbar und spürbar war, dass Solistin Franziska Lehninger vom Kopf bis in die Zehenspitzen ganz in ihrem Gedicht-Tanz „versank“. Das Gedicht „Menschen bei Nacht“ brachten dann jüngere und ältere Tänzerinnen gemeinsam – auch mit pantomimischen Elementen – auf die Bühne.

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