Erwartbare Impfreaktionen auf AstraZeneca

Kitas bleiben präventiv für bis zu zwei Tage geschlossen

Die Impfung des Kita-Personals mit dem AstraZeneca-Impfstoff zieht in den kommunalen Kindergärten und Krippen vorübergehende Gruppenschließungen für bis zu zwei Tage nach sich. Symbolfoto: dpa/Monika Skolimowska
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Die Impfung des Kita-Personals mit dem AstraZeneca-Impfstoff zieht in den kommunalen Kindergärten und Krippen vorübergehende Gruppenschließungen für bis zu zwei Tage nach sich. Symbolfoto: dpa/Monika Skolimowska

Harpstedt – Weil Mitarbeitende aller kommunalen Kitas der Samtgemeinde Harpstedt den AstraZeneca-Impfstoff gegen Corona injiziert bekommen, muss die Betreuung in dieser Woche für bis zu zwei Tage ausgesetzt werden. Der Hintergrund: erwartbare körperliche Reaktionen wie Kopfschmerzen, Fieber oder Schüttelfrost. Deutlich mehr als die Hälfte aller „AstraZeneca“-Geimpften sei für ein bis zwei Tage nicht arbeitsfähig, weiß Amtshof-Chef Herwig Wöbse.

Ein plötzlicher Personalausfall größeren Umfangs stand also zu befürchten. Mit der möglichen Folge, dass die übrigen Kräfte nicht mehr gereicht hätten, um die Betreuung zu gewährleisten.

„Anderenorts ist das in Kindergärten passiert“, berichtete Herwig Wöbse auf Nachfrage unserer Zeitung. Weil sich dort nach der Impfung ein großer Teil der Kita-Belegschaft krankgemeldet habe, seien Eltern von dem zum Erliegen gekommenen Betrieb völlig überrascht worden und hätten dann auf die Schnelle eine Betreuungslösung für ihre Kinder finden müssen.

Dazu wollte es die Samtgemeinde nicht kommen lassen. Sie setzt daher präventiv die Betreuung für bis zu zwei Tage aus. „Wir haben diese Schließungen frühzeitig kommuniziert, um den Eltern Zeit zu geben, sich darauf einzustellen“, so Wöbse.

Eltern teilweise verärgert

Zwei Impftermine in dieser Woche bekam die Samtgemeinde für das komplette Kita-Personal angeboten – am Dienstag und am Donnerstag. Die Konsequenz: Je nach Impftermin bleiben einige Gruppen am Mittwoch und Donnerstag „zu“ und andere am Freitag bis nach Ablauf des Wochenendes. Nur einige wenige sind gar nicht von den Schließungen betroffen. Warum nicht? „Weil sich nicht alle Mitarbeitenden impfen lassen wollen“, erwiderte Herwig Wöbse auf diese Frage. Es gebe auch Kräfte, die bereits eine Infektion hinter sich hätten und deshalb keine Impfung bräuchten.

Dafür, dass Erziehungsberechtigte trotz der frühzeitigen Ankündigung verärgert auf die vorübergehenden Schließungen reagiert haben, bringt Wöbse durchaus Verständnis auf. „Die Eltern gehören zu den Bevölkerungsgruppen, die durch Corona am stärksten gebeutelt sind. Für sie sind zwei Tage Ausfall keine gute Botschaft“, weiß er.

Warum nicht alle am Freitag zum Impfen?

Auch die Frage, warum sich nicht das komplette Kita-Personal am Freitagnachmittag impfen lasse, ist ihm zu Ohren gekommen. Das sei aber gebündelt leider nicht hinzubekommen gewesen, bedauert Wöbse. „Und ich wollte auch keinem zumuten, erst in zwei oder drei Wochen zur Impfung zu gehen“, fügt er hinzu. Eine schnelle Impfabwicklung diene ja auch der „Betriebssicherheit“ in den Kitas. Es habe aber nicht nur negative Reaktionen gegeben. Viele Eltern sähen, dass sich mit der Impfung des Personals die Wahrscheinlichkeit eines Infektionseintrags in die Kitas – und damit auch in die Haushalte – verringere.

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