Überschaubare Investitionen

Kirchseelte: Geld für Brücke und Breitbandausbau im Etat

Kirchseelte - Von Jürgen Bohlken. Jetzt könne er wieder richtig Geld ausgeben, scherzte Bürgermeister Klaus Stark am Mittwoch im „Dreimädelhaus“ nach der einstimmigen Verabschiedung des Kirchseelter Haushaltes 2018 durch den Gemeinderat. Ein durchaus nennenswertes Vermögen ist bei Schuldenfreiheit noch vorhanden – immerhin rund 700.000 Euro, wie Samtgemeindekämmerer Ingo Fichter erläuterte.

Es klingt paradox, aber trotz eines Defizits von 36 500 Euro im Ergebnisetat darf der Haushalt aufgrund der „kameralen Rücklage“ aus den Vorjahren als ausgeglichen gelten.

Die geplanten Investitionen halten sich indes in engen Grenzen: 3 000 Euro stellt Kirchseelte als Kostenanteil für den vom Landkreis koordinierten Breitbandausbau (erster Abschnitt) bereit. Diese Maßnahme komme, wie Klaus Stark erläuterte, dem Mühlenberg zugute – und den Häusern, „die dahinter liegen“. 

Versorgung mit schnellem Internet noch nicht optimal

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass Kirchseelte neben anderen Gemeinden vor Jahren von einem Breitbandausbauprogramm profitiert hatte, ohne Geld zuschießen zu müssen. Gleichwohl sei die Versorgung mit schnellem Internet noch nicht in allen Teilen der Gemeinde so, „wie man sich das wünschen würde“.

15.000 Euro sieht der Haushalt für eine Brücke für Fußgänger und Radler im Klosterbachtal nahe Gräfinghausen vor, über die – auch überregional bedeutsame – Wanderwege führen. Eigentlich handelt es sich dabei um Planungskosten für eine Erneuerung. Eventuell belässt es die Gemeinde aber zunächst bei einer Instandsetzung.

Instandsetzung der Brücke könnte vorerst ausreichen

Vor drei Jahren sei in Absprache mit der Stadt Bassum schon mal repariert worden, so Stark. Die Brücke gehöre Kirchseelte. Aber es gebe einen Vertrag, wonach die Kosten für Reparaturen mit Bassum 50:50 geteilt würden. Da zeitnah erneut Handlungsbedarf besteht, wie ein Gutachten ergeben hat, sei „vorsichtshalber“ ein Betrag in den Kirchseelter Haushalt eingestellt worden. Dadurch würde die Gemeinde nicht „ausgebremst“, wenn tatsächlich eine Erneuerung des Bauwerks vonnöten sein sollte. 

Zumindest könne dann schon mal die Planung angeschoben werden. Möglicherweise aber, so Stark, reiche vorerst eine Instandsetzung, damit die Brücke zumindest „für ein paar Jahre in Ordnung ist“. Von Nutzen sein könne der Gemeinde Kirchseelte dabei der neue Gemeindearbeiter, der sich – auch von seiner Ausbildung her – mit Holzbau auskenne.

Kosten für Erneuerung rund 160.000 Euro

Ein Hauptproblem seien die Fundamente, „die Balken, die oft im Wasser stehen“, so Stark. Die Brücke könne, eben weil sie Bestandteil wichtiger Wanderwege sei, nicht einfach abgerissen werden. „Wir versuchen über den Landkreis an Fördergelder zu kommen.“ Eine Erneuerung des Bauwerks schlüge gemäß einer etwa drei Jahre zurückliegenden Kostenschätzung mit stolzen Gesamtkosten von etwa 160.000 Euro zu Buche.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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