Kirchenvorsteher Lehnhof wird entpflichtet

Stets geschätzt für seine zupackende Art

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Wird am Sonntag nach 15 Jahren im Kirchenvorstand entpflichtet: Hergen Lehnhof.

Colnrade - Der Regionalgottesdienst, den die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden aus der Delme-Hunte-Region am Sonntag, 14. Juni, 10 Uhr, auf dem Colnrader Dorfplatz unter musikalischer Mitwirkung der Posaunenchöre Colnrade, Heiligenloh und Harpstedt feiern, steht nicht nur, aber auch im Zeichen eines Abschieds: Nach 15 Jahren Amtszeit wird Kirchenvorsteher Hergen Lehnhof, auch stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender, entpflichtet. Wer als sein Nachfolger in das Leitungsgremium der Kirchengemeinde Heiligenloh-Colnrade berufen wird, ist noch offen.

Die Predigt hält am Sonntag der Harpstedter Pastor Gunnar Bösemann. Herzlich eingeladen sind die evangelischen Gemeinden Harpstedt, Heiligenloh-Colnrade und Twistringen. Ein Imbiss schließt sich dem Regionalgottesdienst an.

Hergen Lehnhof lässt sich auf eigenen Wunsch von seinem Amt entbinden. Sein Name sei fast gleichzusetzen mit der Kirche in Colnrade, heißt es im Gemeindebrief. Handwerker, Hilfe suchende Gemeindeglieder, der Leiter des Amtes für Bau- und Kunstpflege, Susanne Lübker vom Kirchenamt Sulingen, sogar der Briefträger – alle hätten sich in Sachen Kirche direkt an Lehnhof gewandt und 15 Jahre lang immer die gewünschte Auskunft und Hilfestellung bekommen.

Im April 2000 hatte der Austener erstmals für den Kirchenvorstand der damaligen Gemeinde St. Marien Colnrade kandidiert. Er schaffte es in das Leitungsgremium. Nur ein halbes Jahr später folgte seine Wahl zum Kirchenvorstandsvorsitzenden. Dieses Führungsamt bekleidete Hergen Lehnhof, bis die Eigenständigkeit der Gemeinde St. Marien als Folge des Zusammenschlusses mit Heiligenloh endete.

Die Innenrenovierung des Colnrader Gotteshauses zählte zu den größten Vorhaben, die er aktiv begleitete. Gegen viele Bedenken und manche Widerstände trieb er dieses Projekt voran – bis zum erfolgreichen Abschluss im Jahr 2006. Ohne seine Beharrlichkeit, seinen zeit- und kräftemäßig „fast unbegrenzten ehrenamtlichen Einsatz“ sowie „seine Fähigkeit, um der Sache willen auch Zumutungen auszuhalten“, hätte die Gemeinde keinen so schönen Kirchenraum, unterstreicht Pastorin Dr. Marikje Smid. Seine den Menschen zugewandte Art und sein zupackendes Wesen seien typisch für ihn. Wenn es helfender Hände oder auch Schlepper und Anhänger bedurft habe, sei Hergen Lehnhof zur Stelle gewesen. „Wir haben immer gut zusammengearbeitet und auch fröhlich gelacht und gefeiert“, erinnert sich Pastorin Smid gern zurück.

Eine besondere Herausforderung in Lehnhofs Amtszeit als Kirchenvorstandsvorsitzender sei sicher der Weg bis zur Fusion zur St. Marien-Gemeinde Heiligenloh-Colnrade gewesen. Sein persönlicher Einsatz für die enge kirchliche Zusammenarbeit in der Region Delme-Hunte habe „den Prozess beflügelt“ und 2012 „zu einem guten Ende geführt“. In der Zeit, in der Lehnhof im Kirchenvorstand wirkte, fielen auch der Verkauf von Pastoren- und Gemeindehaus sowie die Planungen für einen Gemeinderaum in der Kirche St. Marien.

eb/boh

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